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Entspannte Wanderung auf die Göflaner Alm

Nochmal ein Tipp aus Südtirol, genauer gesagt aus dem Vinschgau: die Göflaner Alm vom Haslhof aus. Eine Genusstour in jeder Hinsicht: hier müsst ihr nicht befürchten, dass euch jemand über schwankende Hängebrücken trägt oder auf ein dämliches Lochgitter nötigt. Jetzt im Herbst waren auch keine Kühe mehr da (viele von euch mögen die ja nicht und ganz trauen kann unsereins denen auch nicht wirklich). Dafür haben meine Menschen gleich nachdem ich aus dem Auto gesprungen bin gesagt “hier wache ich” und ich habe auf einem Schild am Zaun ein Bild von einem riesigen Schäferhund gesehen. Ich habe gleich ganz weiche Knie bekommen: durch das Revier von dem Kerl soll ich durch?! Niemals! Naja, ich hab erstmal einen von meinen Menschen vorgeschickt. Von wegen Schäferhund. So ein Angeber! Ein lustiges Schlappohr ist neben der Haustür gesessen und hat uns ein Stück durch den Hof begleitet. Ihr könnt ganz cool und freundlich reingehen, dann ist das kein Thema. Wir sind dann an Kühen und Pferden vorbei (die waren aber alle hinter einem Zaun) in den Wald gegangen. Ist ein schöner und interessanter Weg. Überall riecht’s nach Wild, nach anderen Hunden, dann wieder ein Duft nach Pferd … nicht schlecht. Dann kam eine Wiese: appetitlich sage ich euch! Gut getrocknete Kuhfladen, frische kleine Hasenlakritz, dazwischen ein paar frische Grashalme und zum Abschluss zwei riesige Misthaufen! Das wäre ein echtes Viergangmenü geworden, hätten meine Menschen, diese Spaßbremsen, mich nicht angeleint und sehr schadenfroh gesagt “den Misthaufen kannst du vergessen”. Solltet ihr frei laufen dürfen, vergesst nicht: haltet euch nicht zu lange mit dem Kleinkram auf, sondern gebt spätestens ab der Häfte Vollgas, damit ihr den Misthaufen so richtig genießen könnt, bevor eure Menschen da sind. Sowas macht natürlich Durst, ist aber kein Problem: wir mussten über einige kleine Bäche springen. Zum Baden waren die zwar nix, aber zum Trinken ein Genuß. Für die Menschen sind das übrigens wieder so Stellen, wo sie stehen bleiben und “schau mal, wie klein das alles aussieht, ach ist das schön” usw. rufen. Plötzlich habe ich gedacht, ich spinne: Schnee?! Jedenfalls war der Weg auf einmal weiß. Ich hab mich schon auf kalte Pfoten eingestellt, daweil waren das Steine – weiß wie Schnee. Verrückt, was es alles gibt. Meine Menschen haben irgendwas von “hier fängt der Marmor an” erzählt. Ts, ich dachte schon, der Winter fängt an. Kurz vor der Hütte, die scheinbar “Göflaner Alm” heißt, lagen wieder überall Kühe rum – ohne Zaun diesmal. Aber die waren weit entfernt vom Weg und haben sich null für uns interessiert. Alles paletti also. Ich dachte schon, wir steuern das Wirtshaus an (da hat’s vielleicht lecker nach Speck gerochen!), da sagen meine Menschen “zum Marmorbruch schauen wir aber schon noch”. Na, gut, also nochmal richtig bergauf. Für mich ist das ja kein Problem. Da kamen dann immer mehr schneeweiße Steine, und meine Menschen waren ganz begeistert. Unbedingt mussten sie mich auch noch auf so ein Teil raufheben und fotografieren. Na, von mir aus. Aber als Model hab’ ich meinen Preis: für jedes Bild, bei dem ich in diesen komischen Kasten schau, will ich einen Keks oder ein Stück Wurst oder so. Krieg’ ich auch. Nach der Vorspeise wurde ich aber richtig hungrig. Meine Menschen zum Glück auch. Wir sind umgekehrt und eingekehrt. Dieses Wirtshaus ist besonders gut, meinten meine Menschen. Irgendwas von “Gault Millau” haben sie erzählt, was auch immer das bedeutet. Jedenfalls hab’ ich dann endlich ein Stück von meiner getrockneten Wurst bekommen. Und als Nachtisch ein Stück Linzer Schnitte – und die war wirklich sehr gut, ja, da kann man nicht meckern. Bevor ihr jetzt grün vor Neid werdet: nein, meine Menschen teilen normalerweise ihr Essen nicht mit mir. Leider. Aber entweder sind sie bei den Wanderungen vor Anstrengung oder vor Begeisterung immer so zittrig. Jedenfalls hörte ich einen Fluch, ein “essen kann ich auch nicht mehr” und schon kam ein Stück Kuchen geflogen. Perfekt. Runter ging’s dann wie gewohnt ganz schnell. Ist ja ein einfacher Weg. So, jetzt bin ich aber ko, nichts wie ab aufs Kissen.

Infos und links: 

Anfahrt: Von Schlanders Richtung Göflan, und von dort folgt man den Schildern “Nördersberg” bzw. “Göflaner Alm”. Über zahlreiche Kehren (Straße ist asphaltierten und gut gesichert) geht’s hinauf zum Haselhof wo man an der Straße parken kann. Die Wanderung führt durch den Hof vorbei  (Markierung Nr. 2 bzw. rot/weiß)  zur Alm Weißkaser und von dort weiter zu den Kohlplätzen. Hier geht der Steig in einen Forstweg über, der zu den Almwiesen der bewirtschafteten (Juni-Mitte Oktober) Göflaner Alm führt. Hinter der Almhütte folgt man einem schmalen Pfad, der gut markiert und mit Info-Tafeln versehen ist, zum Göflaner Marmorbruch. Die Wanderung ist einfach, nur für Menschen mit extremer Höhenangst sind ein paar unangenehme Abschnitte dabei.

 

 

Herbst in Südtirol: Durch die Plimaschlucht zur Marteller Hütte

Ja, ihr habt richtig gelesen – diesmal melde ich mich aus Italien! Aus Südtirol, um genau zu sein. Auch wenn ich euch normalerweise tolle Tipps für Urlaub und Freizeit in meiner Wahlheimat Bayern gebe: man muss auch mal über den Tellerrand schauen, oder? Außerdem weiß ich ja, dass viele von euch mit ihren Menschen Urlaub dort machen. Während die Zweibeiner dann immer mit Wanderführern, Karten, Apps und allem möglichen anderen Kram ausgestattet sind, denkt kaum einer an uns. Gibt’s genug Badeplätze? Ist der Weg kulinarisch interessant? Darf Hund in die gemütliche Hütte mit? Ich hab’ diesmal ganz genau aufgepasst, und kann euch versprechen: eine spannende Tour auch für uns! Das geht schon am Parkplatz los: während die Menschen nach Geld kramen und irgendwas von Münzen und Parkgebühren erzählen, können wir gleich mal Bekanntschaft mit einem sehr netten Südtiroler machen: der Parkwächter-Hund arbeitet tagein, tagaus dort mit seinem Menschen und spaziert dabei ohne Leine und mit der Gelassenheit eines echten Profis ziwschen den Autos hin und her. Cooler Typ, echt. Nach ein paar Metern auf der Teerstraße und vorbei an einer Würstchenbude, an der meine Menschen steif und fest behaupteten, es gäbe dort “heiße Hunde” (nicht in Italien, oder?!) ging’s dann in die Natur. Gleich am Anfang wurde es richtig dreckig – “Moor” sagten die Menschen. Zwar waren da überall kleine Holzbrücken drüber, aber was soll ich sagen: Zweibeiner! Mit einem “huch” war mein Mensch bis zum Knöchel drin versumpft. Naja, die haben so wasserfeste Schuhe – am nächsten Bach war’s wieder weg. Mir passiert sowas natürlich nicht. Aber für die Liebhaber von Schlammkuren unter euch (ich weiß, das sind die meisten), kann ich nur sagen: DIE Gelegenheit, ein ausgiebiges Moorbad zu nehmen. Lasst es euch nicht entgehen! Die Holzbrücken, die ich oben erwähnt habe, sind echt easy. Ich habe zwar einen Kumpel, der in der Beziehung schlimmer ist als ein Esel, aber das ist angeblich typisch für seine Rasse. Für alle anderen: kein Thema. Danach geht’s bergauf, aber das ist auch für alle gesunden Flachlandtiroler problemlos zu schaffen. Zwischendurch liegen so eigenartige Konstruktionen am Weg. Von “Erlebnispunkten” haben meine Menschen gesprochen und dann irgendwas von “Kelle” oder “Panoramasichel” erzählt. Wirres Zeug, wenn ihr mich fragt. Wozu baut man denn Eisengitter und steile Metalltreppen in den Fels? Na, mir soll’s recht sein. Wir sind dort immer hingegangen, die Menschen haben sich über das Geländer gebeugt, und “diese Aussicht!” oder “geht’s da runter!” gerufen. Immerhin habe ich für Mut und Tapferkeit den einen oder anderen Keks bekommen “weil du so brav über die Gitter gegangen bist”. Hab’ ich mir auch verdient. Die Gitter sind nicht ohne, da kommt nicht jeder von uns drüber. Okay, ich will nicht zu sehr angeben, ich habe auch lang genug geübt. Als junger Kerl hab’ ich keine Kralle auf die Dinger gesetzt, doch mittlerweile vertraue ich meinen Menschen – wenn sie sagen, dass ich das schaffe, dann stimmt das auch. Aber keine Angst: ihr müsst nicht unbedingt auf den blöden Teilen rumlatschen. Ihr könnt auch davor warten, eure Menschen in aller Ruhe “ah!” und “oh!” rufen lassen und dann wieder ganz entspannt auf dem Wanderweg weitergehen. Sind ja nur Abstecher von der Hauptroute. Das gleiche gilt für die Hängebrücke – der letzte “Erlebnispunkt”. Mein Lieblingsmensch ist ja so kindisch. “Da muss ich rüber!” hat’s geheißen. Schwupps, saß ich auf dem Arm, und los ging’s. Also zum einen: man muss eben NICHT rüber. Auch hier kann man einfach die Menschen rumspinnen lassen – der Weg geht eigentlich an der Brücke vorbei. Für alle, die aber abkürzen wollen (über die Brücke kommt man schneller in die Zufallhütte): am Anfang der Brücke ist das Lochgitter so groß, dass das für meine eleganten schmalen Pfoten gefährlich geworden wäre, drum wurde ich da getragen. Den Rest bin ich natürlich alleine gegangen. Ist zwar schon komisch, wenn man da so über den Abgrund schwankt, aber ich kenne das von daheim. Nach diesen ganzen seltsamen Attraktionen kamen dann die wahren Highlights für uns: wenn der Wald zu Ende ist, kommt man auf eine herrliche Hochebene, die einiges an kulinarischen Köstlichkeiten zu bieten hat: aus den Gebirgsbächen habe ich mir das eine oder andere Schlückchen frisches Quellwasser gegönnt (obwohl ich außer Haus höchst selten trinke, aber hier hat sich’s gelohnt). Am Wegesrand sind mir Heidelbeeren (zumindest nannten meine Menschen diese süßen blauen Kugeln so) direkt in die Schnauze gewachsen. Köstlich! Aber das war noch nicht alles: knackig sonnengetrocknete Kuhfladen habe ich auch entdeckt und diese leckeren, schwarzen Kugeln mit dem herrlichen Schafsaroma probiert. Ein Genuss, sage ich euch! Man muss nur die Ohren wegklappen und sich nicht von dem ständigen “pfui, aus, nein” der Menschen den Appetit verderben lassen. Frisch gestärkt hab’ ich die letzte Etappe zur Marteller Hütte – eine kleine Klettertour – locker weggesteckt. Für alle Badefans unter euch (ich hasse das ja, aber ich weiß, wie scharf die meisten von euch auf sowas sind): unterhalb der Hütte ist ein netter kleiner See. Aber ich glaub’, der ist nur was für hartgesottene Huskys – sah a….kalt aus. Zurück ging’s – wie so oft – viel schneller als hin. Ratz fatz sind wir wieder runtergeklettert, und über die Hochebene gelaufen, dann kam aber nochmal was Aufregendes: ein riesiger Steinhaufen. “Alter Staudamm” sagten meine Menschen. Jedenfalls musste ich gut aufpassen, wo ich meine Pfoten hinsetze, damit ich nicht wo hängenbleib. Langsam hatte ich dann auch schon wieder richtig Lust auf mein gemütliches Hundebett und vorher natürlich noch auf einen riesen Napf voller Hausmannskost. Beides steht natürlich auch im Urlaub pünktlich für mich bereit.

Infos und Links:

Anfahrt: Von Schlanders kommend nach Goldrain und dort im ersten Kreisverkehr ins “Martelltal” (ist ausgeschildert). Diese Straße fährt man bis zum Talschluss (wo Parkplätze vorhanden sind) durch. Die Straße enthält zwar Kehren, ist aber geteert und gut befestigt, also problemlos zu fahren. Münzen für den Parkautomaten und Hundekotbeutel (Abfalleimer bei der Toilette am Parkplatz) nicht vergessen!

Im Stilfser-Joch-Nationalpark herrscht Leinenpflicht, an die man sich auch halten sollte, damit Hunde dort weiterhin willkommen sind. Das “Erlebnis Plimaschlucht” ist überall auf weinroten Schildern beworben. Man folgt zuerste der Teerstraße, vorbei an einer Würstchenbude, und lässt den Wanderweg zur “Enzianhütte” rechts liegen. Nach kurzer Zeit geht’s links weg von der Teerstraße zum Plima-Erlebnisweg, der auch gleich am Anfang gut beschrieben wird. Sollte man doch nach einer der Abstecher zu den Metallkonstruktionen die Orientierung verlieren: die Markierung 37 führt wieder auf den richtigen Hauptweg. Bei Erlebnis Nr. 4 kann man die Tour etwa um die Hälfte verkürzen, indem man über die Hängebrücke geht und so auf direktem Weg zur Zufall-Hütte gelangt. Möchte man hingegen nicht nur den Erlebnisweg gehen, sondern noch zur Marteller-Hütte (zusätzliche Gehzeit hin und zurück ca. 1h 45 min), dann biegt man vor der alten Staumauer auf den gut ausgeschilderten Weg ab. In der Marteller-Hütte gibt es einen eigenen Restaurant-Bereich für Mensch und Hund. Der Weg von der Marteller zur Zufall-Hütte ist gut ausgeschildert, und wenn man weiß, dass man die alte Staumauer queren muss, sind die einzelnen Ziele auch immer in Sichtweite. Von der Zufall-Hütte kommt man in ca. 30 Minuten wieder zum Parkplatz zurück. Für viele Hundebesitzer ein Thema: Kühe kann man im Sommer auf dem gesamten Weg antreffen. Allerdings ist Mitte September Alm-Abtrieb.

Kleine Tour auf den Haidstein

Die Menschen scheinen ja immer irgendwie gehetzt zu sein. Während unsereins das Wochenende nach einer kurzen Gassirunde und einem bekömmlichen Frühstück mit gepflegtem Chillen beginnt, gehen sie nochmal vormittags in die Arbeit. Dann hab’ ich schon wieder was von “abends mit Freunden treffen” und “Katzenfutter kaufen müssen wir auch noch” gehört. Was für ein Stress. Für mich wäre das nix. Zum Glück denken sie aber zwischendurch auch noch daran, dass wir alle mal raus an die frische Luft sollten, und daher ging’s gleich nach der Arbeit (und meinem Vormittagsschläfchen) los. Wir wollten die neue Hütte auf dem Haidstein testen. Tja, was soll ich sagen – wir waren alle begeistert. Ich fand’s schon mal toll, dass ich nicht so elend lang im Auto sitzen musste, um mir dann endlich die Beine vertreten zu können. Ratzfatz waren wir dort und nach ein paar Schritten auf der Teerstraße ging’s auch gleich in den Wald. Der Weg war ganz nach unserem Geschmack – Wurzeln, Felsen und hinter jeden Biegung etwas Neues zu entdecken. Meine Menschen gehen nämlich nicht wirklich gern auf Forst- oder gar Teerstraßen, und in diesem Fall bin ich ihrer Meinung: voll fad, so was. Und – ganz unter uns Vierbeinern – es ist eine Gourmet-Strecke. In der Nähe gibt es nämlich einen Reiterhof und – ihr ahnt es schon – wo ein Reiterhof ist, gibt es Pferde, die überall diese köstlichen Äpfel fallen lassen. Ein Gedicht, sag’ ich euch. Man muss sich dort nämlich nicht voller Glück auf den erstbesten Haufen stürzen. Nein, es kommt immer wieder mal eine kleine Wegzehrung (zum Teil noch warm!), und man kann in aller Ruhe auswählen, wo man gerne kosten möchte. Meine Menschen waren heute sogar so cool drauf, dass sie nicht mal geschimpft haben, sondern achselzuckend meinten “solange er dann wenigstens auf dem Weg bleibt und nicht jagt …”. Ihr seht schon: eine entspannte Feierabendtour. Die Hütte liegt auch sehr schön – inmitten großer Wiesen, die dazu einladen, einen Ball zu apportieren oder mit einem Kumpel ein Jagdspiel zu genießen. Bevor wir es uns aber auf der Sonnenterrasse gemütlich gemacht haben, gab’s noch eine kleine Klettertour auf den Gipfel. Ich bin ein Bergfex und genieße so was, aber meine Menschen haben mich gleich wieder angeleint. “Da geht’s 10 Meter senkrecht runter” meinten sie. Na und? Seh’ ich doch. Bin ja nicht blöd. Aber wenn sie’s beruhigt, dann wird der Gipfel eben als Seilschaft erklommen. Nach ein paar “ah und oh” über die schöne Aussicht ging’s dann endlich Richtung Mittagessen. Ich hab’ mir gleich einen Sonnenplatz gesichert und alle Viere von mir gestreckt. Allerdings nicht lange: meine Menschen waren zum Glück wieder mal ungeschickt beim Essen (passiert ja selten genug). Was auf dem Boden liegt, gehört uns – altes Hundegsetz. Daher kann ich bestätigen, was am Tisch gesagt wurde: auf der Haidsteiner Hütte wird sehr, sehr gut gekocht. Außerdem mag die nette Wirtin Hunde. Sie hat mich gleich mit Namen begrüßt und erzählt, dass ihr Aussi genauso heißt wie ich. Ist ja auch ein schöner Name. Stellt euch vor, meine Menschen haben kürzlich gesagt, dass “Noah” “der Trost Bringende” heißt. Irgendwie nett, finde ich. Mir gefällt’s. Wo war ich? Ach ja, bei der Wirtin. Sie hat mir dann noch höchstpersönlich eine große Wasserschale kredenzt. Von mir bekommt die Location 5 Knochen, und meine Menschen sehen das genauso, denke ich. Sie haben nämlich schon überlegt, wann wir das nächste Mal zur Haidsteiner Hütte gehen. “Ist ja kein Problem, da kann man schnell noch nach der Arbeit kurz hin” meinten sie. Wenn ich das schon wieder höre: “schnell, Arbeit, kurz …” Immer diese ungesunde Hektik. Na, jeder wie er meint. Ich hau’ mich jetzt erstmal aufs Ohr.

Infos und Links:

Anfahrt zum Haidstein: von Bad Kötzting fährt man Richtung Furth im Wald auf der Further Straße und biegt dann links in die Ramsrieder Straße ein. Liebenstein, das Hotel Bayerwaldhof und die Haidsteiner Hütte sind beschildert. In Liebenstein kann man das Hotel Bayerwaldhof nicht verfehlen und innerhalb des Hotelkomplexes ist sind Weg und Parkplatz zum Haidstein ausgeschildert. Nach einem kurzen Stück auf der Forststraße geht links fast parallel ein rot-weiß markierter Waldweg weg, der direkt zum Haidstein führt.

Gut zu wissen: Hunde sind sowohl im Hotel Bayerwaldhof als auch in der Haidsteiner Hütte gern gesehene Gäste (im Hotel eigener Restaurant-Bereich für Vierbeiner). Direkt beim Wegweiser zur Hüttenwanderung gibt es eine Hundetoilette mit Tütchen. Der Weg bis zur Hütte ist für alle gesunden Hunde problemlos zu gehen und völlig ungefährlich. Aber Achtung: der Gipfel sieht zwar lächerlich einfach aus, aber das Schild “Absturzgefahr” ist kein Witz. Hier ist es durchaus sinnvoll, den Vierbeiner anzuleinen, denn ein Fehltritt wäre an manchen Stellen tödlich.

Die Haidsteiner Hütte findet man auf Facebook hier. Sie hat im Sommer (01.04.-31.10.) Mi.-So. ab 11 Uhr geöffnet, im Winter (01.11.-31.03.) von Fr.-So. Nähere Infos unter haidsteiner-huette@outlook.de

Wer gleich am Fuß des Haidstein übernachten will, kann das – auch mit Hund – z.B. im Hotel Bayerwaldhof tun. http://www.bayerwaldhof.de/

Sommer in Prag

Diesmal waren wir im Ausland – und das, wo wir gar nicht lange unterwegs waren. Ein Nickerchen im Auto, und schon waren wir da. Ich hab’ gleich gemerkt, dass da etwas anders ist, als bei uns daheim. Im Hotel am Empfang haben sie mich das erste Mal bestaunt. Das war ganz klar zu sehen, schließlich haben auch Menschen eine primitive Körpersprache. Aber statt dem Üblichen “so ein Hübscher, ist der aber süß, wie heißt er denn…” kamen nur unverständliche Laute. Das kenne ich aus dem Urlaub und aus meiner Welpenzeit. Die Menschen sprechen plötzlich ganz anders, wenn man ein Stück fährt. Aber egal, in Prag war man jedenfalls begeistert von mir. Das ging sogar so weit, dass eine fremde Frau meine Menschen gefragt hat, ob sie mich fotografieren darf. So ein Selfie, ihr kennt das sicher. Man schaut gemeinsam mit dem Menschen in ein handy und klick. Das macht den Zweibeinern immer total Spaß, also mache ich ihnen halt die Freude. Aber mit einer Fremden?! Na, sie war dann sehr nett, hat mich gestreichelt und so und gut gerochen hat sie auch. Also von mir aus. Meine Menschen meinten, ich werde jetzt in Japan berühmt – auch recht. Jedenfalls war die junge Frau total glücklich. Ist mir auch noch nicht passiert, sowas. Aber auch sonst hat es mir sehr in dieser Stadt gefallen. Alle waren extrem zuvorkommend – sowohl Zwei- als auch Vierbeiner, total gechillt. Hm, fast alle, aber davon später. Ich habe eine Menge neuer Eindrücke gesammelt und war abends immer fix und fertig. Ist schon anstrengend so ein Städtetrip, aber auch interessant. Was wir alles gesehen haben! Dazu diese Gerüche und die kulinarischen Köstlichkeiten – nicht schlecht. Die Zweibeiner waren ganz begeistert von  der Karlsbrücke. Die fand ich allerdings weniger spannend. Irgendwie auch zu viele Menschen dort. Viel besser war da schon der Rundgang durch die “Kleinseite”. Überall kleine Läden, dazwischen wieder ein Park – sehr schön. In den Geschäften haben mich wieder alle herzlich begrüßt und auf den Wegen kann unsereins immer wieder ein Stück von diesem köstlichen Gebäck finden. Menschen lassen ja beim Essen alles fallen und schlecken nie die Reste auf. So eine Verschwendung. Jedenfalls habe ich den “trdelnik” für mich entdeckt. Hat ziemlich lange gedauert, bis meine Menschen endlich auch kapiert hatten, wie gut das schmeckt. Sie haben dann einen frischen “trdelnik” für uns gekauft. Dieser Duft allein schon! Hat eine halbe Ewigkeit gedauert, bis sie endlich fertig waren und mir meinen Anteil gegeben haben. “Eigentlich ist das süße Zeug nichts für dich” meinten sie, bevor sie mir ein winziges Teilchen zusteckten. Aber selber die riesen Rolle verdrücken… Wir sind dann noch ewig durch die Stadt gelatscht, bis wir alle total ko waren. Dummerweise war das Hotel aber noch sehr weit weg. In der Stadt gibt es da immerhin etwas ganz Praktisches: dort fahren überall Züge durch die Straßen. Das ist schon toll: einsteigen und im Nu ist man wieder im Hotel.

Allerdings war es da drin sehr voll. So viele Menschen sind sogar mir zu viel, obwohl ich eigentlich Zweibeiner mag und die dort auch alle nett waren. Hat aber nicht lange gedauert, dann waren wir am Ziel, war schon ok. Was ich nur blöd fand, war dieses komisches Gitter, was ich ratz fatz wiedermal vor der Schnauze hatte, kurz bevor wir in die Bahn gestiegen sind. Hab mich schon oft gefragt, wozu das gut sein soll. Immer wenn wo richtig viel los ist – in den Bergen in der Gondel oder im Zug oder so – krieg ich das übergestülpt. Ob die meinen, dass ich damit noch besser aussehe? Keine Ahnung. Ich find’s jedenfalls ätzend. Immerhin haben sie das Teil draußen gleich wieder abgemacht und gemeint “sorry, aber ist halt leider Vorschrift”. Na, man muss nicht alles verstehen. Am nächsten Tag stand eine Bootsfahrt auf dem Programm.

Ich hatte schon befürchtet, dass ich wieder mit dem Korb auf der Nase unterwegs sein würde, aber ich hatte Glück. Ich fahre gern Boot. Ein kühles Lüftchen, sanftes Schaukeln, alle meine Menschen um mich rum … der perfekte Platz zum Dösen und Träumen. Irgendwas von tanzenden Häusern, Booten, die wie Schwäne aussehen und Burgen haben die Zweibeiner da erzählt. Oder habe ich das nur geträumt? Nach der Bootsfahrt gab’s ein Eis im Amorino. Sehr zu empfehlen sag’ ich euch! Bevor meine Zweibeiner irgendetwas vor sich hatten, kam schon eine nette junge Dame zu mir auf den Boden und servierte mir ein Schälchen kühles Wasser. Nach einer endlosen Wartezeit kredenzten meine Menschen mir dann endlich ihre Pappbecher. “Extrem lecker und noch dazu bio” hatten sie ständig geschwärmt, während ich vor meinem Wasser saß. Hmmm, sie hatten recht: Nuss und Vanille mit etwas Erdbeere – köstlich! Nach diesen Erfrischungen wollten wir in den einen oder anderen der bekannten Gärten in Prag. Boah, hab’ ich mich da geärgert: Überall sind wir nur bis zum Einganstor gekommen. Dahinter sah’s total schön aus, aber wir durften nicht rein. In den Wallenstein-Gärten wollten wir am Vorplatz warten, weil ein paar von den Zweibeinern dann allein reingegangen sind. Da kommt so ein Typ in Uniform und redet auf meinen Menschen ein. Ich hab kein Wort verstanden, mein Mensch zum Glück schon. Die beiden haben heftig diskutiere, aber am Ende standen wir doch auf der Straße. “Wenigstens entschuldigt hat sich der Typ von der Security” meinte mein Mensch. Mir wurscht, jedenfalls mussten wir dann auf der staubigen Straße rumstehen, nervig. Zum Glück war das meine einzige schlechte Erfahrung in Prag. Ansonsten, wie gesagt: sehr empfehlenswert für Vierbeiner. Gemeinsam sind wir noch durch die riesige Burganlage geschlendert und haben eine Klosteranlage besichtigt (natürlich durfte ich nirgends innen rein, aber das ist ja überall so). Hinter dem Kloster beginnt dann eine große Parkanlage, und wisst ihr was das Beste ist? Dort dürfen wir rein! Und nicht nur das: es gibt sogar Wiesen, auf denen wir ohne Leine flitzen dürfen. Für die Zweibeiner steht dort noch ein Minieiffelturm und ein Spiegelkabinett. Keine Ahnung, was das alles soll, aber in das Spiegelkabinett ist mein Lieblingsmensch rein, und ich musste mit jemand anderem aus unserer Gruppe draußen warten. Hab dann mal allen kundgetan, wie bescheuert ich das finde. Aber der Park war cool. Nach einem kleinen Spaziergang waren wir auch schon wieder im Kloster, wo die Menschen sich ein Abendessen gegönnt haben. Ich hab’ natürlich außer paar Keksen und einer Schale Wasser wieder nichts gekriegt. Mein Napf steht immer im Hotelzimmer. Der war dann auch gut gefüllt, nach so einem anstrengenden Tag. Meine Menschen meinten auf der Heimfahrt, das nächste Mal schauen wir uns in Prag den Zoo an. Der soll ganz toll sein, und ich darf auch mit. Find ich gut, ich mag Tiergärten.

Aber jetzt ist erstmal Sommer, Sonne, Hundeeis daheim angesagt.

Nach Prag sollte man unbedingt mitnehmen:

Den europäischen Heimtierausweis (mit aktueller Tollwutimpfung!) einen Maulkorb (für öffentliche Verkehrsmittel) und Kotbeutel (es gibt zwar hier und da “Hundeklos” aber nicht an jeder Ecke.

Unterkunft:

In Prag gibt es viele hundefreundliche Hotels sowohl mitten in der Innenstadt, als auch außerhalb. So sind z.B. in den AVE-Hotels Vierbeiner sehr willkommen.

Öffentliche Verkehrsmittel:

In der Straßen- und U-Bahn fahren Hunde kostenlos mit. Allerdings herrscht dort Maulkorbpflicht. Zwar halten sich nicht alle Tschechen daran, aber als Tourist ist man auf der sicheren Seite, wenn man wenigstens einen Maulkorb dabei hat. Auf den vielen Booten, mit denen man Rundfahrten auf der Moldau machen, Ausflüge unternehmen oder im Linienverkehr zum Zoo fahren kann, reicht es, wenn man einen Maulkorb dabei hat – für alle Fälle.

Leine, Maulkorb oder ganz “ohne”?

Im Stadtzentrum sind uns viele Hunde begegnet -alle trotz des Getümmels sehr entspannt. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass man die Vierbeiner hier anleint. Maulkörbe sahen wir nirgends. In den Parks (z.B. auf dem Petrin) gibt es zum Teil gekennzeichnete Freilaufflächen, dann wieder Grünflächen, die gar nicht mit Hund betreten werden dürfen oder Wiesen, auf denen der Hund angeleint sein muss. Einfach an den Hinweisschildern orientieren.

Essen und trinken:

Unsere Erfahrung: auch der Hund ist gern gesehener Gast. Das gilt bestimmt auch in Prag nicht überall, aber mit Sicherheit lässt sich für jeden Geschmack etwas finden. Von Noah getestet und für gut befunden:

Prazska Cokolada http://www.praguechocolatebistro.com/

Amorino http://www.amorino.com/de/boutique/prag.181.html

Klosterschänke und Restaurant auf dem Gelände des Klosters Strahov beide u.a. mit typisch tschechischen Gerichten.

Sightseeing:

Auf der Prager Burg, im Kloster Strahov und auf dem Petrin sind Hunde so gut wie überall erlaubt und gratis – mit Ausnahme der Innenräume und leider auch des “Goldenen Gäßchens”. Die Karlsbrücke ist nur etwas für Hunde, die mit Menschenmengen kein Problem haben. Alternativ kann man sehr früh morgens oder spät abends Glück haben, sodass dort etwas weniger Trubel herrscht. Im Zoo sind Hunde erlaubt, dürfen aber leider ausgerechnet hier nicht mit in die Restaurants.

Shopping:

Zumindest in den kleinen Läden mit Marionetten, Keramik und ähnlichem werden Hunde sogar freundlich begrüßt. Große internationale Ketten haben wir nicht getestet.

Frühlingsabend in Erding

“Was für ein toller Frühlingstag, da muss ein Eis her” war heute O-Ton meines Menschen, als wir gerade einen anstrengenden Kurs zum Thema “Nasenarbeit” in Steinhöring hinter uns hatten. Tja, und schon ging’s nicht heim ins gemütliche Hotelzimmer, sondern weiter nach Erding.

Dort gibt es nämlich Eisdielen an jeder Ecke. Mein Mensch hat sich gleich an der Hauptstraße zwei Kugeln genehmigt. Die untere war Nougat – sehr lecker, wie ich später selbst feststellen konnte (den Rest von der Waffel bekomme ich nämlich immer). Wo wir schon mal da waren, haben wir uns den Ort gleich noch angeschaut. Hat uns recht gut gefallen. Breite Gehwege an denen ich mal zur Abwechslung meine Nase ganz ohne Arbeit sondern nur zum Spaß und Genuss benutzen konnte, dazu ein Park hinter der Stadtmauer.

Die Fußgängerzone war auch ganz schön: kein Gedränge und Geschiebe, dafür viel Platz für mich an der langen Leine, und interessante Schaufenster für die Zweibeiner. Das mit den Geschäften war natürlich wieder so eine Sache: bei “Tante Frida” hätte ich vielleicht ein Stofftier bekommen (ist zwar ein Laden für Kleinkinder, aber die stecken ja bekanntlich genau wie wir auch alles in den Mund). Daraus wurde aber nichts, weil ich wiedermal nicht rein durfte. Kinder dürfen in solchen Läden ja immer alles anpatschen, und ich darf nichtmal ruhig dasitzen. Ungerecht. Auch im “Gewandhaus Gruber” ist unsereins nicht erwünscht. Ich interessiere mich zwar eh nicht für Klamotten, aber mein Mensch hätte schon mal schnell einen Blick auf die Pullover geworfen.

“Gut, dann eben nicht, bestell’ ich halt im Internet” war der Kommentar. Ist mir eh lieber, das Zeug kann sie gerne ohne mich kaufen. Viel netter war man da in der “Gruberei” zu mir. Kein Wunder, wo’s so lecker duftet, können nur nette Menschen kochen. Jedenfalls hat der Kellner mich gleich an der Tür begrüßt und ganz erstaunt gesagt “Hunde sind bei uns kein Problem, natürlich nicht”. Sehr sympathisch der Typ. Auch im Buchladen konnten wir uns entspannt umsehen. Das absolute Highlight des Stadtbummels war aber, dass ich festgestellt habe, dass man in Erding ein Geschäft nach mir benannt hat! “Noahs Arche” – toll.

Natürlich wurde ich dort ausnehmend freundlich begrüßt, und es hat sehr sehr interessant gerochen. Zwar nicht nach Essen, aber durchaus spannend. Irgendwelche Öle und sowas haben sie da. Die Menschen haben sich etwas unterhalten und Postkarten gekauft, ich habe mich daweil auf dem Teppich ausgeruht, denn langsam wurde ich wirklich sehr müde. Danach sind wir aber auch nach Hause gefahren. Na ja, nicht ganz nach Hause. Nach Walpertskirchen in den Zehmerhof. Dort ist unsereins auch sehr willkommen – sowohl die Zwei- als auch die Vierbeinder dort sind sehr freundlich. Bei der Gassirunde wurde ich vom Haushund höflich begrüßt und auch die Katze war ganz nett. Zum Frühstück darf ich nicht nur mit, sondern werde zudem noch jedes Mal gelobt, wie toll ich mich benehme. So, jetzt bin ich aber wirklich ko. Gute Nacht und bis zum nächsten Mal!

Info und links:

In Erding kann man gleich neben der Hauptstraße gratis parken und mit der S-Bahn nach München fahren.

Highlight in Erding ist die Therme, in die Hunde aber natürlich leider nicht mit dürfen.

Direkt gegen über vom Bahnhof liegt das Best-Western-Plus Parkhotel, in dem Haustiere willkommen sind.

Ca. 15 Autominuten von Erding entfernt in Walpertskirchen befindet sich das Gästehaus “Zehmerhof”. Hier gibt es geräumige Einzel-, Doppel- und Familienzimmer, die mit einer Kochnische und Kühlschrank ausgestattet sind. Direkt daneben ist der EDEKA mit eigener Metzgerei. Im Zehmerhof gibt es kein Restaurant, aber ein sehr gutes Frühstück und eine Kaffee- und Tee-Theke, an der man sich immer bedienen kann.

 

 

 

Hunde verboten

Hallo,

“Gärtner müssen draußen bleiben” – verrückte Vorstellung so ein Schild an einem Geschäft oder Restaurant, stimmt’s? Unverschämt, diskriminierend, undenkbar. Obwohl es dafür gute Gründe gäbe. So ein Gärtner hat schließlich nicht nur Reste von allem Möglichen an seinen Schuhsolen (unhygienisch ohne Ende), sondern stellt auch ein echtes Risiko für Allergiker dar: Blumen-, Gräser- und Getreidepollen – all das trägt er in Haaren und Kleidung mit sich herum und gefährdet so seine Mitmenschen. Trotzdem: nie wird es ein derartiges Verbot geben. “Hunde müssen draußen bleiben” erscheint aber allen völlig normal. Wieso eigentlich?

Warum ich mir über so etwas Gedanken mache? Ganz einfach: das wichtigste im Leben (außer essen natürlich) ist für mich, immer bei meinen Menschen zu sein. Dafür nehme ich einiges auf mich: mit Maulkorb und kurzer Leine steige ich in vollgestopfte Gondeln, um auf Berggipfel zu schweben, über endlose Metallgitter marschiere ich mutig auf schwankende Boote, ich lasse mich über Rolltreppen tragen und liege “scheintot” zwei Stunden unter einem Tisch im Restaurant. Und das, obwohl ich anfangs sogar im Auto Panikattacken bekam. Bin schließlich ein Sozialfall aus dem Tierheim – da kennt man nichts außer seinen vier Wänden, aber wo ein Wille ist, ist ein Weg.

Manchmal tun mir meine Menschen allerdings richtig Leid: sie stehen dann mit langen Gesichtern vor einer Tür mit einem Schild, auf dem ein Hundebild drauf ist. “Hunde verboten” sagen sie dann ziemlich entnervt. Und im gleichen Atemzug: “Tja, wenn die unseren Hund nicht mögen, dann kriegen sie auch nicht unser Geld.” Da sind sie konsequent, das muss ich ihnen lassen.

Kürzlich wollten sie z.B. in einen Teeladen. Dort gab’s wohlgemerkt keine offenen Tees – alles nur abgepackt. Kaum hatten sie einen Fuß über die Schwelle gesetzt, stürmte schon eine Verkäuferin auf uns zu: “den Hund müssen Sie aber draußen lassen”. Was glaubt die denn? Wer draußen blieb, waren meine Menschen. Sie würden mich nie wehrlos vor einem Geschäft zurücklassen. Stattdessen sind sie auch nie mehr reingegangen – weder mit mir noch ohne mich. Nun ist Tee ja nichts anderes als getrocknete Pflanzen. Meine Menschen sind vom Fach und wissen, was aus dem Tee so alles raussortiert wird, bevor er in bunte Tüten mit viel Plastik außen rum abgepackt wird: Erdklumpen oder Vogeldreck zum Beispiel. Ist ja auch nicht dramatisch, kommt ja dann heißes Wasser drauf. Aber ich im Teeladen – das ist zu unhygienisch (zumindest war das die Begründung der Dame an der Tür). Meine Menschen haben das lange diskutiert, und auch ich habe eingehend darüber nachgedacht. Ohne vernünftiges Ergebnis allerdings.

Im Hotel hatten wir auch mal ein Problem: ich bleibe nicht gern allein in fremden Zimmern. Also begleite ich meine Menschen zum Frühstück. Fast immer jedenfalls. In der angeblich so hundefreundlichen Stadt Berlin war das nicht möglich. Da hieß es – genau, ihr ahnt es sicher schon – “zu unhygiensch”. 12 Frühstücke weniger für die Unterkunft. Drei Tage lang gingen wir dann nämlich in ein Café gegenüber. Bei der Gelegenheit stellten meine Menschen gleich fest, dass das Essen dort besser, billiger und bio war. Das Spannende an dem Hotelrestaurant war aber, dass sich niemand daran störte, dass die automatische Tür zur Hauptstraße direkt gegenüber vom Buffet war. Jeder, der reinkam, brachte einen Luftschwall Straßenstaub mit und klopfte sich die Füße 5 Meter vor dem Buffet ab (es war Mistwetter). Dann noch Kinder, die über das Essen niesten und in den Semmeln (“Brötchen” für Nicht-Bayern) wühlten. Dazu der Typ mit dem Raucherhusten (oder war’s doch offene TBC?). Aber: alles offenbar viel hygienischer als ein unter dem Tisch liegender Hund. Jetzt werdet ihr euch fragen, “woher weiß der das alles, wenn er doch gar nicht in den Frühstücksraum durfte”? Ganz einfach: um vom Lift zum Ausgang zu kommen, musste man am Buffet vorbei und durch alle Tische durchlaufen. Das taten wir drei Tage lang, um zu “unserem Lokal” zu kommen. Dabei habe ich all das beobachtet.

In der Apotheke kann man auch einiges erleben. Wo wir oft nicht rein dürfen (die Hygiene!), ist sonst jeder willkommen: der Landwirt frisch aus dem Stall, dem der Kuhmist noch von den Gummistiefeln fällt, das Kleinkind, von dessen Scharlacherkrankung Mutti detailliert berichtet, während es mit den eben noch abgelutschten Händen den Tresen betatscht (anschließend wurde die halbe Apotheke desinfiziert), und der arme Kerl, der so trinkt, dass man schon von seiner Fahne einen sitzen hat. Alles kein Thema, aber die Vierbeiner … zu unhygienisch, zu dreckig.

Das habe ich zwar alles nicht mit eigenen Augen gesehen, aber meine Menschen erzählten sehr glaubhaft davon.

Wenn das Hauptargument “Hygiene” mal nicht so zieht, dann heißt es oft “Allergiegefahr”. Leider stimmt das: je größer der allgemeine Hygienefimmel, desto mehr Allergiker gibt es. Trotzdem habe ich noch nie einen Hundehaar-Allergiker getroffen, der nur durch meine Anwesenheit in Atemnot geraten wäre. Dann wäre ich natürlich schleunigst verschwunden. Aber nur für den Fall, dass da jemand sein könnte … ?!

Ich habe leider das Gefühl, dass das alles vorgeschobene Gründe sind. Keiner verbietet zum Beispiel angeheiterten Fußballfans den Zutritt zur Straßenbahn, auch wenn alle anderen Fahrgäste schon fester nach der Hand ihrer Kinder greifen oder sich in irgendeine Ecke drücken. Niemand sagt “lassen sie ihr Kleinkind draußen”, auch wenn die Verkäuferin bereits ahnt, dass das süße Mädchen gleich mit Schokoladenhänden nach den teuren Blusen greifen wird. Auch der hustende und schniefende Restaurantgast wird nicht hören “das ist nun wirklich zu unhygienisch, lassen Sie sich ihr Essen aufs Zimmer bringen.”

Nur mit uns, da kann man’s ja machen. Wir sind ja nur Hunde. Schade eigentlich. Meine Menschen wären bereit, im Museum oder im Zoo den gleichen Eintrittspreis zu zahlen wie für einen Erwachsenen. Sie würden auch eine Kaution an der Kasse hinterlegen, falls ich was anstelle. Wir würden auch gemeinsam die Begleithundeprüfung oder/und den Hundeführerschein machen, wenn uns das Zutritt in Ausstellungen oder Geschäfte verschaffen würde. Und ich, ich würde mir überall einen Maulkorb verpassen lassen, wenn ich nur mit dürfte.

Wie ihr seht: wir hätten viele Ideen und wären bereit, einiges zu tun, um möglichst viel gemeinsam erleben zu können.

Hoffentlich verstehen bald immer mehr Geschäftsleute und Veranstalter, wie viele nette Besucher (und wie viel von dem Geld, auf das die Menschen doch so scharf sind) ihnen entgehen, wenn sie ohne “wenn und aber” sagen “Hunde verboten”.

Bis dahin kann ich euch nur folgende Tipps geben:

  • Gewöhnt euch rechtzeitig an einen Maulkorb. Natürlich muss der perfekt sitzen, und vielleicht lasst ihr ihn euch am Anfang mit etwas Leberwurst versüßen.
  • Besucht mit euren Menschen einen Leinenführigkeitskurs. So wie manche ihre(n) Liebste(n) durch die Fußgängerzone zerren, werden ja auch wir oft durch die Gegend geschleift (okay, okay, manchmal hängen auch wir uns ins Geschirr). Entspanntes “Händchenhalten” bzw. “Leinenbaumeln” ist da allemal besser.
  • Ich bin ja nicht der Typ, der sich gerne hinsetzt oder -legt. Aber meine Menschen bestehen manchmal drauf, und ich mache das jetzt auch. Mit guten Manieren kommt man einfach weiter. Im Gegenzug schleppen sie meine Lieblingsdecke überall hin mit. Die brauche ich, um zu entspannen. Außerdem sieht das gepflegter aus. Man hat ja Stil.
  • Bringt eure Menschen dazu, nicht nur für sich, sondern auch für euch eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Man weiß ja nie …
  • Last but not least: informiert euch rechtzeitig – bei Freunden, im Internet oder auch auf meiner Seite “www.bayern-mit-hund.der” – wo wir willkommen sind. Erspart allen viel Ärger und Enttäuschungen. So ist der Zoo Leipzig zwar wunderschön, aber wir dürfen dort keine Pfote reinsetzen. Gemeinsam waren wir dann im Zoo von Hannover. Der ist mindestens genauso toll, wir sind willkommen und dürfen – entsprechende Manieren (siehe oben) vorausgesetzt – fast überall mit hin. Beim Baumwipfelpfad im Bayerischen Wald ist es ähnlich: im Nationalpark will man von uns nichts wissen, in St. Engelmar werden wir freundlichst begrüßt. Und in Regensburg gehen wir jetzt nicht mehr in den Teeladen, sondern in den Hundekeksladen. Dort darf ich sogar selbst an der Theke wählen.

Zum Schluss noch eine Bitte an euch: habt ihr auch “Insidertipps”, wo man Hund und Mensch schöne gemeinsame Freizeitaktivitäten ermöglicht? Orte bzw. Veranstaltungen, von denen man das vielleicht nicht sofort vermutet? Dann schreibt mir! Ich freue mich über alle Hinweise, werde so viele wie möglich selber testen und auf meinem Blog darüber berichten.

Euer Noah

 

 

 

 

Christkindlmarkt ist nichts für uns !?

Jetzt liest man es ja wieder überall: “lasst eure Hunde daheim, wenn ihr auf den Weihnachtsmarkt geht”, “Hunde zu Christkindlmärkten mitzunehmen ist Tierquälerei” und so weiter und so fort.

Natürlich fragt uns wiedermal niemand, was dazu sagen. Vielleicht möchten wir auch gerne in Adventsstimmung kommen? Aber dass “Hund” auch romantisch wird, wenn die “staade Zeit” kommt, können sich die Menschen wahrscheinlich eh nicht vorstellen. Dieserunverwechselbare Duft nach Bratwürstchen, frischen Waffeln, heißen Maroni… Ich liebe es! Dazu kommt ja, dass es meistens nicht beim Duft allein bleibt. Menschen sind ja unheimlich verschwenderisch: fällt etwas auf den Boden, lässt man es einfach liegen.

Aber dafür habt ihr ja uns.10818309_10152961792234289_2010452389563903154_o

Klar, ich habe auch keine Lust abends über den Nürnberger Christkindlmarkt zu gehen. Ausschau nach Essensresten bräuchte ich da nicht zu halten. Dazu der Lärm und die ganzen Betrunkenen. Grauenhaft. Aber da sind wir zum Glück alle einer Meinung. Meine Menschen mögen’s auch ruhig und entspannt und nicht laut und glühweinselig.

Ich rede und rede, und ihr wartet wahrscheinlich schon die ganze Zeit darauf, wann ich euch endlich erzähle, wie wir zu unseren geruhsamen Weihnachtsmarkbesuchen kommen.

Also, ich habe da drei ganz heiße Tipps für euch:

Beim Schrazl-Weihnachtsmarkt im LBV-Zentrum Nößwartling am ersten Adventssonntag ist zwar immer viel los, aber es ist nicht laut, Hunde sind willkommen und man kann von Arnschwang (oder auch von Furth im Wald aus) einen schönen Spaziergang dorthin unternehmen. Draußen gibt’s verschiedene Stände, ihr könnt auch mal bei den Eseln und Ziegen vorbeischauen…alles ganz entspannt und etwas “öko” – wie’s unsereins gerne mag.

Immer einen Besuch wert ist auch der Weihnachtsmarkt am Waldwipfelweg in Maibrunn. Er findet an jedem Adventswochenende von Freitag bis Sonntag statt. Vom Waldwipfelweg habe ich euch ja schon im Frühling erzählt. Im Advent gibt es dort viele kleine Buden mit Handwerk und gutem Essen. Das Ganze liegt im Wald, sodass man Waldspaziergang und Christkindlmarkt in einem genießen kann. Sehr romantisch, nicht überlaufen und ein Paradies für die Genießer unter euch! Die Menschen schwärmen zudem von der wunderbaren Aussicht, der herrlich “überzuckerten” Landschaft und der romantischem Beleuchtung. Das ist für unsereins zwar weniger spannend, aber Hauptsache, das ganze Rudel kommt auf seine Kosten.1518561_10152134893014289_1680925182_o

Zu guter Letzt muss ich gestehen: ja, ich stürze mich auch jedes Jahr in den Trubel und besuche den Regensburger Christkindlmarkt. Und: nein, das ist nicht tierschutzrelevant, sondern macht total Spaß. Der Trick daran ist nämlich: wir gehen immer Sonntag am zeitigen Vormittag. Die meisten Menschen schlafen da wohl noch oder frühstücken ewig lang. Jedenfalls gibt’s da weder Betrunkene noch laute Musik. Wir bummeln in aller Ruhe durch die Stadt und schauen uns den Kunsthandwerkermarkt am Haidtplatz und den “normalen” Christkindlmarkt rund um die Neupfarrkirche an. Bei dieser Gelegenheit habe ich gleich im ersten Jahr meinen Menschen klar gemacht, dass nicht nur sie heiße Maroni lieben. Zum Glück haben sie das ziemlich schnell kapiert. Ich freue mich jetzt schon wieder auf handwarme, geschälte und frisch geröstete Esskastanien! Probiert sie auch mal. Sollen ja zudem recht gesund sein.

In diesem Sinne: einen schönen und vor allem ruhigen Advent allen Vier- und Zweibeinern!

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Ein ganz heißer Tipp bei Montezumas Rache

Nicht nur bei den Menschen ist Durchfall auf Reisen genauso häufig wie gefürchtet. Auch unsereins erwischt’s da ja immer wieder mal. Sowas kann echt lästig sein und peinlich dazu, wenn man nicht in den sicheren eigenen vier Wänden ist. Ein ganz heißer Tipp ist da die Morosche Karottensuppe. Die schmeckt nicht schlecht und hilft fast immer. Außerdem hat sie keine Nebenwirkungen und eure Menschen können sie problemlos herstellen. Gelbe Rüben gibt’s schließlich fast überall. Alles zu diesem Geheimrezept findet ihr unter:

http://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/morosche-karottensuppe

Quelle: www.erste-hilfe-beim-hund.deMoro'sche Karottensuppe

Ausflug zum Arber im Spätherbst

Im Juli habe ich euch ja schon mal vom Arber erzählt. Damals sagte ich, dass der Aufstieg für unsereins etwas fad war. Breite Wanderwege, die eher Forstwegen gleichen, sind halt nicht wirklich spannend. Heute war das Ganze schon cooler: Wir sind über die Skipiste raufgegangen. Das heißt, gegangen sind meine Menschen, ich bin gelaufen. Genau, richtig gelesen: ich durfte ohne Leine über die Bergwiesen flitzen. Normalerweise ist das verboten: im Sommer, um die Blumen und Gräser zu schützen und im Winter wegen der Skifahrer. Aber heute war’s erlaubt. 20161031_131116

Der Clou kommt aber noch: alles voller Hunde-Lakritz! Hasenkot oder so sagen die Menschen dazu, aber die wissen eh nicht was gut ist. Auch sehr angenehm war, dass um diese Jahreszeit unter der Woche nicht viel los ist. So konnte ich ungehindert alles erkunden, andere Hunde begrüßen und mit Paula, der vierbeinigen Wirtin vom Berghaus Sonnenfels eine Runde rennen. Auf dem Rückweg vom Gipfel sind wir dann auch dort eingekehrt. Meine Menschen waren begeistert und haben von hausgemachter Speckknödelsuppe und frischem Kaiserschmarrn geschwärmt.

Ich hatte in der Zeit etwas Grundsätzliches mit Paula zu klären: ich finde die Dackeldame ja wirklich nett, aber meinen Tisch braucht sie gar nicht erst anzuschauen. 20161031_141531Da sitze ICH und MEINE Menschen. Sie war da anderer Ansicht: alle Tische hier gehören ihr und so weiter. Unsere Menschen mussten sich dann gleich wieder einmischen: “jaja, so sind sie halt, die Terrier” meinten meine und “der frechste Dackel, den wir je hatten” sagten ihre. Immerhin in einem Punkt waren wir uns alle einig: wir werden Paula im Winter wieder besuchen. Wird sicher wieder lustig.

 

Infos:

Zu einem Ausflug zum Arber sollte man mitnehmen:

  • einen Maulkorb (zur Sicherheit für die Gondel)
  • ein Geschirr mit Schleppleine (falls der Hund nicht sehr gut abrufbar ist und im Wald frei laufen kann)
  • eine 1-€- und eine 2-€-Münze (auf den Parkplätzen gibt es Automaten, die nicht wechseln!)
  • Hundekotbeutel (wir haben keine Hundetoiletten gefunden)
  • evtl. Brotzeit/Wasser für Zwei- und Vierbeiner.

Anfahrt und Parken:

Von Lam kommend Richtung Bayerisch Eisenstein (St2154) biegt man ca. 7km vor Bay. Eisenstein auf die Brennesstraße nach rechts ins Arbergebiet ab (gut ausgeschildert). Zum Aufstieg auf den Gipfel über den breiten Weg vom Brennes aus parkt man am besten ziemlich am Anfang des lang gestreckten Parkplatzes neben der Straße (auf Höhe der Skischule). Der Weg zum Gipfel beginnt auf der gegenüberliegenden Straßenseite und ist ausgeschildert.

Links:

Arberregion: www.arber.de

Berghaus Sonnenfels: http://www.arber-sonnenfels.de/

Dogtoberfest Spiegelau

Anfang Oktober war ich auf dem “Dogtoberfest” in Spiegelau mit meinen Menschen. Der Name hat mich zuerst schon etwas verunsichert. Ich habe nämlich gehört, dass das Oktoberfest so ziemlich das Letzte ist, wo Hund hin will: Lärm und Betrunkene überall. Schrecklich! Aber meine Sorgen waren unbegründet. Es gab weder Alkohol im Überfluss noch Radau. Nur etwas Musik, aber das ist schon ok.

Leider war’s auch eiskalt. Aber mitterweile kenne ich das ja: ” ein halbes  Jahr Winter, ein halbes Jahr kalt, das ist das Klima im Bayerischen Wald”.

Ansonsten hat es uns aber sehr gut gefallen. Nachdem das Ganze (heuer schon zum zweiten Mal) von “Fleischeslust” veranstaltet wurde, gab es natürlich die leckersten Sachen im Überfluss. Ich habe hier und da ein Pröbchen und einen Keks abgestaubt, und meine Menschen haben groß eingekauft. Irgendwas von tollem Rabatt habe ich gehört. Was auch immer das sein mag. Jedenfalls waren sie so im Kaufrausch, dass wir sogar den Katzen etwas mitgebracht haben.

Die vielen Stände fand ich jetzt eher fad, das ist was für Menschen. Die haben in Leinen, Halsbändern und Jacken gewühlt und jede Mengen Kataloge eingesteckt. Für mich hieß es in der Zeit warten.  Aber manchmal ist ein Keks über den Ladentisch gewandert, oder man hat meine Schönheit bewundert. Nicht dass ich eitel wäre, aber ab und zu tut sowas doch ganz gut.

Zwischendurch haben wir uns ein paar Veranstaltungen angeschaut. “Dog-Diving” zum Beispiel. Da war so ein irrer Champion, der hat sich doch tatsächlich – noch dazu bei der Eiseskälte – von einem Sprungbrett aus in ein Swimmingpool gestürzt! Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise. Ich meide ja Wasser, wo es nur geht. Bin ja schließlich ein Hund und kein Fisch! Aber der…und das bei 8 Grad.

Falco und seine Freunde haben mir da schon besser gefallen. Die wohnen bei Lukas. Der ist noch ganz jung, und macht jede Menge Quatsch mit seinen Hunden. Die tanzen sogar zusammen. Da ging mir als Spanier natürlich das Herz auf! Sowas machen meine Menschen nie mit mir. Aber nicht, weil ICH das nicht könnte, nein, weil sie’s nicht hinbekommen. Vollkommen unmusikalisch. Aber durch Reifen gesprungen bin ich auch schon. Nicht so formvollendet wie Falco, aber immerhin.20161008_130938

Müsst ihr gesehen haben. Die zwei kleinen Terrier vom Film fand ich auch ganz lustig. Die haben sich sogar gegenseitig in einem Wagen herumgefahren. Sah nach ganz viel Spaß aus. Aber angeblich müssen die auch arbeiten. TV-Werbung für eine Bank zum Beispiel. Ich weiß nicht, ich habe nicht immer Lust auf Arbeit. Es gibt Tage, da ist mir eher nach chillen.

Für ganz Sportliche gab’s auch noch dogtrekking. Da laufen Mensch und Hund kilometerlang durch den Wald. Hm, ob meine Menschen das schaffen würden? Ich bin ja ein durchtrainierter Typ, aber die? Ich weiß nicht. Wir haben es jedenfalls gar nicht erst versucht.

Warum ich euch das alles erzähle? Weil ich gehört habe, dass es nächstes Jahr vielleicht wieder so eine Hundeparty gibt, und ich euch solche Veranstaltungstipps natürlich weitersagen muss.

Links:

Dogtoberfest: http://www.dogtoberfest.bayern/

Fleischeslust Tiernahrung: http://www.fleischeslust-tiernahrung.de/shop_de/

Falco: http://discdogfalco.jimdo.com/

Lucas und Falco: http://www.school-of-dog.at/