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Drachensee Furth im Wald

Die “Drachenseerunde” steht bei uns immer wieder mal auf dem Programm. Knapp 5km auf einem schönen, ebenen Weg – das ist genau das richtige für einen gepflegten Abendspaziergang und deshalb auch sehr beliebt bei Hunden und Menschen. Meine Empfehlung: unter der Woche, bei bedecktem Wetter oder am Wochenende gleich in der Früh gehen. Da müsst ihr nicht ständig Slalom durch Menschenbeine laufen und auf der Hut sein, ob nicht plötzlich irgendein Leinenrambo vor euch steht.

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Apropos Leine: ohne dürft ihr leider nicht an den See. Nix mit FKK und so. Aber an der Schleppleine kann man ja auch prima im Wasser planschen und dem einen oder anderen Ball nachjagen. Oder aber, wenn’s gerade keiner sieht und ihr zu den freundlichen und gut erzogenen Zeitgenossen gehört, mal kurz “ablegen”… da springt sicher auch nicht gleich die Sittenpolizei hinterm Busch vor. Von mir habt ihr den Tipp natürlich nicht.

Wir starten meistens gleich vom Parkplatz an der Daberger Straße. Für alle, die vor Freude sofort aus dem Auto springen, empfehle ich aber den Parkplatz am Freizeitufer: da liegt ihr nicht gleich unter dem nächsten Auto, wenn ihr aus dem Kofferraum hüpft.20160621_190021

Der Leinenzwang wird für mich durch die spannenden Gerüche und all das Zeug, was da so rumliegt, übrigens ziemlich wettgemacht. Angler lassen Fischabfälle liegen, Kinder tropfen mit Eis rum, hier und da ein leckeres Häufchen frischer Katzendreck (ab und an auch mal eine Katze, die sich erschrecken lässt) … ich habe fast immer die Nase auf dem Boden.

Genau in der Hälfte der Runde ist im Sommer eine Schwimmbrücke. Ich gehe da gerne drüber: es gibt kein doofes Gitter oder so was in der Art, und man hat eine schöne Aussicht auf die ganzen Vögel, die so auf dem See rumschwimmen. Die Menschen rufen immer wieder mal “ui, ein Stelzenläufer” oder “schau, ein Löffler”. Man kann angeblich ganz toll die verschiedensten Vögel am Drachensee beobachten. Mich interessiert nicht, wie das Federvieh heißt. Hauptsache, die sind unvorsichtig genug, sich in meine Nähe zu begeben, sodass ich sie zu einem Blitzstart animieren kann.

Im Winter klappt das mit der Umrundung des Drachensees übrigens nicht. Die Brücke wird dann abgebaut, und wenn der See nicht sehr dick zugefroren ist, muss man auf der gleichen Uferseite hin- und zurück gehen. Die schönere Seite ist meiner Meinung das so genannte “Freizeitufer”. Das ist vor allem auch ungefährlicher: keine Straßenübergänge und keine streunenden Hunde. Ja, ihr habt richtig gelesen: es stehen zwar überall Schilder, damit wir nur ja nicht ohne Leine spazieren gehen, aber für die Kerle von den umliegenden Höfen gilt das natürlich nicht. Plötzlich steht dann da so ein Typ vor dir – ohne seine Menschen, dafür selber fast so groß und schwer wie ein Mensch. Klar können die auch nett sein. Aber man weiß es halt vorher nicht, und da rutscht einem dann schon mal schnell das Herz in die Hose. So was passiert einem am Freizeitufer nicht. Allerdings wäre mir da um ein Haar mal was noch viel Schlimmeres passiert: ich wollte mir diese Aussichtsplattform “Mythos Drache” ansehen. Nachdem ich furchtlos über jedes Gitter gehe, bin ich also schnurstraks – meinen Menschen voran – die Stufen hochgsprungen. Zum Glück hatte ich mein stabiles Geschirr und die gute Leine an! Nach den ersten Treppen tat sich nämlich ein Abgrund vor mir auf: ohne Vorwarnung ging das Ganze in eine Art Leiter über, und ich wäre in die Tiefe gestürzt, wenn mein Mensch mich nicht geistesgegenwärtig zurückgerissen hätte. Ich sag’ euch eins: lasst bloß die Pfoten von diesem modernen Kunstwerk, wenn euch euer Leben lieb ist.20160621_191849

Cafés gibt es an beiden Ufern des Sees: am Freizeitufer direkt beim DLRG-Häuschen und auf der anderen Seite das Mühlencafé. Wir sind dort zwar noch nicht eingekehrt, weil wir meistens außerhalb der Öffnungszeiten unterwegs sind, aber auch als Vierbeiner seid ihr sicher willkommen.

Für Menschen bietet der See außerdem noch ein Beachvolleyballfeld (auf der Wiese daneben zuzusehen, wie zur Abwechslung eure Zweibeiner dem Ball nachjagen, ist nur für nervenstarke oder alte Vierbeiner eine Option, denke ich), Grillmöglichkeiten, Angel- und Badeplätze (wobei der See kein klassischer Badesee ist) und eine Seebühne (ab und zu gibt’s da Konzerte und Open-air-Kino).

Ihr dürft übrigens auch mit euren Menschen am Ufer in einem Zelt schlafen und abends Würstchen am Lagerfeuer grillen (herrlich, oder?!), das müssen die Zweibeiner aber vorher bei der Stadtverwaltung anmelden.

Mein Fazit: trotz Leine eine schöne und interessante Gassirunde, für die Wasserratten und Badenixen unter euch empfehle ich aber den Perlsee. Davon ein anderes Mal mehr.

Infos:

Für einen Ausflug zum See unbedingt eine Leine (am besten eine wasserfeste Schleppleine aus Biothane) und evt. ein Geschirr mitnehmen. Wer nicht nur spazieren gehen will, packt noch Decken, Hundespielzeug, Picknick für Mensch und Tier und was man sonst noch so alles für einen perfekten Sommertag braucht ein.

Parkplätze gibt es genügend direkt am Ufer, schattige Parkbuchten sind allerdings rar.

Hundetoiletten sind ausreichend vorhanden, keine Ausreden also …

Wer campen oder ein Feuer machen will, muss das vorher bei der Stadt anmelden: Stadt Furth im Wald, Burgstr. 1, 93437 Furth im Wald, Tel.: 09973/ 5090, E-Mail: poststelle@furth.de

Die beschriebene Runde lässt sich noch deutlich verlängern, wenn man den See nicht in der Hälfte quert, sondern auch noch die “Ökozone” umrundet. Allerdings ist das streckenweise nur auf Nebenstraßen möglich und insgesamt als Hunderunde nicht so optimal geeignet.

Links:

http://www.furth-drachensee.de/

http://www.cafe-drachensee.de/index.html

 

Sommertag in Straubing

Vorneweg muss ich gleich ehrlich zugeben, dass Straubing mir nicht so gut gefallen hat wie Regensburg. Nicht, dass ihr mich falsch versteht: es war ein wirklich schöner Tag, und auch in Niederbayern ist man sehr hundefreundlich. Es fehlte nur einfach so das “Tüpfelchen auf dem i”. Die Hundekeksbäckerei mit Verkostung zum Beispiel, oder das Modegeschäft, in dem unsereins äußerst zuvorkommend bedient wird, obwohl wir dort garantiert nichts kaufen. Apropos Modegeschäft: diese Trachtenläden sprießen ja zur Zeit wie Pilze aus dem Boden. So einen haben wir auch mitten auf dem Straubinger Stadtplatz entdeckt. Das war (neben den üblichen Verdächtigen wie Drogerien, Bäckereien etc.) das einzige Geschäft, das uns aufgefallen ist, in dem wir nicht willkommen waren. Stand gleich auf einem großen Schild am Eingang. Uns war das aber völlig egal, da meine Menschen eh nicht auf Tracht stehen. Aber das eine oder andere Zamperl wird sicher wenig begeistert sein, wenn es beim Dirndl-Kauf draußen warten soll.

Aber ich sollte von vorne anfangen: zuerst waren wir nämlich im Zoo. IMG_8345Wir sind da herzlich willkommen und dürfen sogar kostenlos rein. Diese Tütchen, mit denen die Menschen immer unsere Häufchen einsammeln, gibt’s auch gratis. Ich fand’s ganz amüsant dort, auch wenn diese unverschämten Erdmännchen mir regelrecht die Zunge rausstreckten, obwohl ich drauf und dran war, den wilden Jagdhund zu geben. IMG_8336Das Ergebnis war ein Anpfiff für mich und noch frecher dreinschauende, sich genüsslich sonnende Erdmännchen. Auch die Hirsche hatten keinerlei Respekt, sondern sind ganz nah rangekommen und haben mich mindestens so interessiert angeschaut wie ich sie. Statt eines normalen Spaziergangs war es jedenfalls ganz nett, und für kleine Menschen, die zum ersten Mal im Tiergarten sind, ist es sicher auch nicht schlecht. Aber ich war schon in Hannover im Zoo (riesig, gigantisch …) und in Marlow im Vogelpark (klein, aber fein) – da kann Straubing leider nicht ran. Meine Menschen meinten “da hat sich seit 30 Jahren nichts verändert”. Das kann ich nicht beurteilen – schließlich bin ich gerade mal gut 3 Jahre alt – aber ich vermute, wir werden da nicht so oft hinfahren. Jedenfalls hatten wir in knapp zwei Stunden alles gesehen und sind dann direkt in die Stadt gefahren.

Kaum auf dem Marktplatz angekommen, haben meine Menschen spontan ein Schuhgeschäft angesteuert (Frauen!). Keiner hat sich daran gestört, dass auch ich die appetitlichen Ledersandalen genauestens begutachtet habe. Natürlich habe ich mich aber beherrscht und nicht reingebissen. Auch wenn’s lecker aussah. Aber mittlerweile weiß ich ja, dass Menschen das blöd finden. Wir waren ziemlich schnell fertig (doch, das muss ich lobend hervorheben: Shopping-Marathons musste ich noch nie durchstehen) und haben ein Café angesteuert. Vor dem Krönner – mitten auf dem Stadtplatz – haben wir uns einen Tisch gesichert, unter dem ich meine Decke aufschlagen konnte. Von dort aus hat man alles im Blick, und meine Menschen sind erst mal ziemlich lange mit einem Stück der berühmten “Agnes-Bernauer-Torte” dort gesessen. Bei schlechtem Wetter hätten wir auch reingehen können, nur das Tortenbuffet darf ich mir nicht anschauen (versteh’ ich nicht, ist eh alles hinter Glas).

So gestärkt sind wir dann noch in zwei Buchhandlungen gegangen, und haben uns kurz das Einkaufszentrum angesehen. Wir konnten überall zusammen hineingehen und vor dem “Seethaler“, einem der traditionellen Wirtshäuser am Theresienplatz, war sogar ein Wassernapf für unsereins aufgestellt. Wir sind zwar nicht hineingegangen, aber ich habe den gefüllten Napf als Einladung verstanden und bin mir ziemlich sicher, dass wir dort gerne gesehen sind.

Nach dieser Einkaufstour waren alle fix und fertig, da es richtig warm geworden war. Die Menschen haben sich also in der Eisdiele am Stadtplatz (Cortina) noch ein Eis und etwas zu trinken gegönnt, ich habe ein paar Kekse (von meinem Einkauf in Regensburg) bekommen und mich dann im Schatten auf meiner Decke ausgestreckt.

Alles in allem war’s ein schöner Tag mit vielen interessanten Erfahrungen und Gerüchen. Auch wenn uns Regensburg noch etwas besser gefallen hat: Straubing ist auf jeden Fall einen gemeinsamen Ausflug wert.

Infos:

Gratis parken kann man “am Hagen” – von dort aus ist man sehr schnell zu Fuß im Stadtzentrum und kommt auch noch an der einen oder anderen Hundetoilette vorbei.

Links:

Tiergarten Straubing: http://www.tiergarten-straubing.de/

Café Krönner: http://www.kroenner.de/

Einkaufszentrum: http://www.theresien-center.eu/

Hotel/Wirtshaus Seethaler: http://hotel-seethaler.de/

Stadtbummel durch Regensburg

Die meisten behaupten ja, dass ein Einkaufsbummel für uns Stress pur ist. Da steh’ ich nicht voll dahinter. Sicher ist Samstag-Nachmittag-Klamotten-Shopping für Vierbeiner ein Alptraum. Für meine Zweibeiner zum Glück auch. 🙂 Aber so ein gemütlicher Bummel durch die Regensburger Altstadt, das hat ab und zu schon was. Überall diese interessanten Gerüche, hinter jeder Straßenecke wartet eine neue Überraschung – nicht zu vergleichen mit unseren ausgetretenen Pfaden auf dem Land. Ab und zu muss man einfach mal raus und Stadtluft schnuppern, und sei’s nur, um nachher die Ruhe daheim wieder schätzen zu können.

Diesmal haben wir die Innenstadt zwischen Bismarckplatz und Dachauplatz erkundet. Sehr lohnenswert, muss ich sagen! Dabei fing alles ziemlich fad an: meine Zweibeiner wollten Bücher beim Pustet anschauen. Ich verstehe ja schon nicht, warum sie bei jeder Gelegehenheit mit entrücktem Gesichtsausdruck in einen Haufen Papier starren, aber dann noch ein Riesengeschäft voll von dem Zeug … wer’s mag. Kaum hatte ich mich schicksalsergeben vor irgendeinem Regal auf den Teppich gelegt, musste ich schon wieder weiter. Natürlich nur 10 Schritte, dann stehen wir vor dem nächsten Regal. So geht das gefühlte Ewigkeiten. Aber gut, ich bin da geduldig. Warum? Weil wir da so ein stillschweigendes Abkommen haben: meine Menschen warten dann genauso geduldig, wenn ich jedes Hauseck, alle Mülleimer und was halt sonst noch so spannend riecht (also sehr, sehr viel) in Ruhe begutachten muss.

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Nach dem Buchgeschäft ging’s dann sehr langsam (der Weg war äußerst interessant für mich) Richtung Gea. Dort gibt’s Möbel, Schuhe, und vieles mehr. Am Anfang dachte ich, das wird wieder recht öde, aber dann hörte ich schon “so ein netter Hund, und so gut erzogen”. Sehr schön, wenn man unsereins nicht nur beachtet, sondern auch gleich unsere Qualitäten richtig einschätzt. Meine Menschen haben dann die Sofas getestet und diskutiert, auf welchem wir alle (also Menschen, Kater und ich) genug Platz hätten. Ich wollte gleich mal probeliegen, durfte ich aber nicht. Komisch, zu Hause ist das doch auch kein Thema. Aber ein netter, gut erzogener Hund wie ich fügt sich da natürlich klaglos. Hoffentlich nehmen sie das ganz große. Sah äußerst bequem aus!

Langsam hatten nun alle Hunger, und wir haben den Hacker-Pschorr-Biergarten im alten Augustinerkloster angesteuert. Bei schlechtem Wetter ist es da auch drinnen sehr gemütlich, aber im Sommer ist es natürlich unter den alten Bäumen am schönsten. Ich hatte meine Brotzeit dabei, die Menschen waren recht zufrieden mit dem, was sie bestellt haben, glaube ich. Hat auch sehr gut gerochen.

Tja, was soll ich sagen? Jetzt wurde es so richtig cool für mich. Der Nachmittag war echt der Hammer. Hier also meine gigageile Hunderoute durch die Gassen der Altstadt:

Vor dem Ludwiggreen3 könnt ihr schon mal euren Durst stillen. Ich trinke ja NIE aus fremden Näpfen, aber die meisten von uns sind da ja nicht so. Eure Zweibeiner können daweil in aller Ruhe die Hundefotos an der Tür anschauen. Der Laden ist nämlich super tierfreundlich und u.a. im Tierschutz engagiert (siehe unten -“Infos”). Drinnen wurde ich dann gleich aufgefordet abzulegen (endlich mal jemand, der versteht, dass man sich nur ohne Leine so richtig entspannt umsehen kann). Man hat sich für meine Herkunft und Abstammung interessiert und mich in den hinteren Bereich des Geschäfts gebeten, um mir Kekse anzubieten. Mein Mensch hat daweil nutzloses Zeug angeschaut (Öko-Klamotten, Bio-Müslis, Bücher und so Kram) und auch gekauft, wenn ich das richtig gesehen habe. Während die Menschen über Kleidergrößen und Fair-Trade-Mode diskutiert haben, habe ich mich mit einem Golden Retriever unterhalten. Kurz und gut: dieses Geschäft ist eine absolute Empfehlung für Hund und Mensch!

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Mein Mensch wollte anschließend unbedingt das beste Eis der Stadt probieren, das es angeblich beim “Stenz” gibt. Also holten wir uns dort einen Becher mit Stracciatella, Erdnuss und einer gratis “Probierkugel” Himbeer-Sorbet. Ein Gedicht, das alles! Woher ich das weiß? Der Becher war aus Waffelteig, und einen Teil davon – mit Eissoße garniert – habe ich bekommen. Das machen wir immer so.

Eigentlich wollten wir noch zum Selmair. Dort gibt es Kinderspielzeug, und weil ich in dieser Hinsicht wie ein Kind bin: kurz anschauen, dann schlecken, dann drauf rumbeißen, bekomme ich manchmal ein Stoffspielzeug für Kinder. Die gibt’s nämlich im Gegensatz zu so manchem Hundespielzeug aus Naturmaterialien, und ungiftig sind sie zudem. Zumindest in einem guten Geschäft wie dem Selmair. Leider hatte das einen Haken: wir sind dort nicht erwünscht. Nirgends, nicht mal am Eingang, gut erzogen hin oder her. Ich hätte zwar mit dem Rest der Truppe draußen gewartet, aber mein Mensch hat gesagt “wenn sie kein Geschäft mit uns machen wollen, dann eben nicht”. Wahrscheinlich bekomme ich demnächst mal wieder einen löchrigen Wollsocken oder so. Finde ich eh genauso toll wie gekauftes Spielzeug.

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In der unteren Bachgasse kam auch schon das nächste “Highlight” des Tages: das Zookies! Ich sag’s euch: wau und wow! Ein ganzes Geschäft nur für uns – na ja und für Katzen, aber das ist schon ok. Leinen, leere Futternäpfe, Decken, Fußabstreifer und so Kram haben mich weniger interessiert, aber da gibt’s sage und schreibe eine ganze Theke mit Keksen nur für uns! Ich habe mir das ganz genau angesehen und mir die eine oder andere Kostprobe reichen lassen. Man kauft ja schließlich nicht die Katze im Sack. Nachdem alles, was ich probiert habe, sehr köstlich war, habe ich mir eine Mischung davon einpacken lassen. IMG_8308Zahlen muss ich ja zum Glück nicht. Unsereins macht das wie die Queen: man wählt aus, das lästige Austauschen von Papierfetzen überlässt man dem Personal, das dann auch die Einkäufe nach Hause trägt.

 

Ganz in der Nähe von meinem Lieblingsgeschäft ist ein Denkmal, auf dem man herumklettern oder sich hinsetzen und ausruhen darf. Irgendwie geht’s da um eine Ausgrabung – eine Synagoge haben die Menschen gesagt – mit so was kenn ich mich nicht aus, ich kann nur bei Ausgrabungen von alten Knochen mitreden. Jedenfalls heißt das Teil “Dani – Karavan – Denkmal“, und ich habe mir von ganz oben einen Überblick verschafft. Für unsereins ist es schließlich kein Problem, auf das höchste Podest zu springen. Weißer Hund auf weißem Denkmal mit Dom im Hintergrund, das muss sehr gut ausgesehen haben (ich weiß halt auch, mich in Szene zu setzen). Jedenfalls hat mein Mensch eifrig fotografiert, und Passanten sind stehen geblieben und haben mich bestaunt. War ganz gut fürs Ego.

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Der kurze Abstecher in die den Kaufhof war dann auch ok. Dort ist mir zwar die Luft zu schlecht und parfumgeschwängert, aber immerhin darf ich mit rein, und wir waren auch nicht lange dort.

Die Zeit vergeht an so einem Stadt-Tag wie im Fluge, und um drei brauchten meine Menschen schon wieder ihren Stoff – Kaffee heißt das Zauberwort. Wenn sie den intus haben, sind sie wieder fit, nachdem sie vorher schon ziemlich unleidlich geworden sind. “To go” kommt für uns da nicht in Frage. Wir haben uns gemütlich in den Garten des Museumscafés gesetzt. Da hat man sogar Gras unter den Pfoten, und nachmittags ist es schön schattig dort. Meine Menschen haben von selbst gebackenem Kuchen geschwärmt, und ich habe einen von meinen soeben erstandenen Keksen genossen. Perfekt.

Auf dem Heimweg haben wir uns noch an der Beerenmeile am Papstkreuz mit 2kg Erdbeeren eingedeckt. Das ganze Auto hat wunderbar nach Erdbeeren geduftet. Köstlich! Ich liebe die Dinger. Mein besonderes Geheimrezept verrate ich euch natürlich auch: Erdbeeren klein schneiden, mit Magerjoghurt (bei meinem Appetit muss ich doch auch auf meine sportliche Figur achten) vermischen und das Ganze in einem befüllbaren Spielzeug einfrieren.

Mein Fazit: die (selbsternannten) Fachleute können noch ewig diskutieren, ob ein Shopping-Tag für uns das richtige ist oder nicht. Wie so oft gibt’s da kein “schwarz und weiß”, sondern es hängt davon ab, welche Zwei- und Vierbeiner wo und wann miteinander unterwegs sind. Für mich steht jedenfalls fest: ich will auch beim nächsten Mal mit nach Regensburg. Vielleicht schauen wir uns dann ja Stadtamhof an oder besuchen wiedermal meine Kumpels in Burgweinting. Man wird sehen.

Noahs Extra-Tipp für einen gelungenen Regensburg-Tag: nicht am Montag fahren! Das Zookies hat nämlich nur Di.-Fr. nachmittags ab 12 Uhr (und am Sa. von 11- 15 Uhr) geöffnet.

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Infos:

Regensburg ist hundefreundlich. Es gibt häufig Wassernäpfe vor den Geschäften und gratis Hundekotbeutel an verschiedenen Stellen. Auch die Anleinpflicht wird sehr entspannt gehandhabt: in vielen Bereichen der Stadt dürfen Hunde frei laufen. Damit das so bleibt, bitte immer alle Hinterlassenschaften entsorgen und bei aller Freude über den Freilauf den Vierbeiner nie aus den Augen lassen.

Parken in der Innenstadt:

Wir nutzen meist das Parkhaus am Theater (Bismarckplatz), das Parkhaus am Dachauplatz oder am Petersweg. Einen Überblick über die Parkhäuser gibt’s hier:

http://www.regensburg.de/leben/verkehr-mobilitaet/auto-und-motorradfahrer/parken/parkraumangebot-in-regensburg

Hier findet ihr die oben beschriebenen Geschäfte und Sehenswürdigkeiten:

Bücher Pustet: https://www.pustet.de/shop/action/mymagazine/49332/buecher_pustet_regensburg.html?aUrl=90008343

Gea: http://www.gea-regensburg.de/

Ludwiggreen3: http://www.ludwig3.de/

(Mit diesen Tierschutzorganisationen arbeitet Ludwiggreen3 zusammen: http://www.tierhilfe-hoffnung.de/http://www.private-katzenhilfe.de/

Galeria Kaufhof: https://www.galeria-kaufhof.de/filialen/regensburg-neupfarrplatz/

Spielwaren Selmair: http://www.selmair-spielzeug.de/

Zookies: http://www.zookies.de/

Dani-Karavan-Denkmal: http://www.your-regensburg.de/sehenswertes/denkmaeler/misrach-denkmal/

Regensburger Dom St. Peter: http://www.bistum-regensburg.de/bistum/dom-st-peter/

Von uns getestete hundefreundliche (d.h. Hunde sind draußen und drinnen erlaubt) Restaurants und Cafés:

Hacker Pschorr Wirtshaus im alten Augustinerkloster: typisch bayerisch mit Biergarten

Stenz: das angeblich beste Eis der Stadt zum Mitnehmen, 1 Kugel 1,30€

Museumscafé: hausgemachte Kuchen, sehr gute Frühstücke – auch vegan und kleine Gerichte

Prinzess-Cafe: Deutschlands erstes Café-Haus, große Auswahl an Kuchen, Torten und Pralinen

Café Pernsteiner: Kuchen, Torten, Pralinen und vieles mehr aus der hauseigenen Konditorei, außerdem kleine Gerichte und Frühstück – schönes, traditionelles Café mit gemütlichem Wirtsgarten (Montag Ruhetag!)

Café Lila: leckere Frühstücke bis 17 Uhr und kleine Gerichte – zum Teil auch vegan, mit größeren Hunden evtl. eng

Haus Heuport: Restaurant in historischem Gemäuer mit reichhaltigem Angebot von bayerischer bis mediterraner Küche

kAffé dAdA: vegetarisch/veganes Restaurant mit superleckeren Burgern und süßen Sachen zum Nachtisch. Kann mit großen (oder mehreren) Hunden etwas eng werden.

Für alle Liebhaber verschiedener Beerenfrüchte:

Beerenmeile: Tiere mitzunehmen ist grundsätzlich nicht erlaubt. Um schnell Beeren zu kaufen, ist das kein Problem, da die Hunde bis zum Verkaufsstand mit dürfen. Alle, die selber pflücken möchten, müssen die Vierbeiner jedoch zu Hause lassen oder mit anderen Familienmitgliedern auf eine Gassirunde schicken.

 

 

 

 

Naturdenkmal Großer Pfahl

Im Sommer fahre ich normalerweise 20160523-_MG_3793ein paar Tage mit meinen Menschen ins Hochgebirge. Da ist es dann nicht so schwül wie daheim, und ich habe den ganzen Tag lang Lust zu wandern und zu klettern. Und das Beste: die Menschen haben auch den ganzen Tag Zeit für solche Sachen.

Ich freu’ mich jetzt schon wieder drauf. Um die Vorfreude noch mehr zu genießen, haben wir kürzlich einen Ausflug zum “Großen Pfahl” bei Viechtach gemacht. Das weiße Quarzgestein ist zwar nur 30 Meter hoch, aber man kann sich trotzdem sehr gut vorstellen, dass die Gipfel der Alpen vor einem aufragen und ein bißchen vom Sommerurlaub träumen. Das kleine Gebirge lässt sich in kürzester Zeit auf verschienen Wegen erkunden. Die 1 km lange Tour ist natürlich zu kurz für einen Wanderer wie mich, 2,6 km klingt zwar schon besser, aber ist auch nicht wirklich mehr als eine Gassirunde. Wir haben das Ganze etwas verlängert und sind den großen Rundweg (2,6 km) gegangen und haben dann noch einen weiteren Weg (Nr. 9) drangehängt. Das waren insgesamt ca. 5 km, ist aber natürlich auch ein Klacks für mich. Ich habe zwischendurch noch die eine oder andere Kletterpartie auf den Felsen unternommen. Kann ich euch übrigens nur wärmstens empfehlen: viele Wanderer nehmen sich eine Brotzeit mit und genießen sie auf den Mini-Gipfeln des Pfahl.

20160523-_MG_3796Wer also nur etwas seine Nase anstrengt , findet dort überall Wurstreste, Brotkrümel und andere leckere Dinge. Dabei solltet ihr es aber auch belassen und euch die Hasenjagd verkneifen. Meine Menschen haben ein Schild im Wald entdeckt und laut vorgelesen, dass der Jäger in diesem Gebiet wildernde Hunde sogar erschießt! Die Menschen sind schon sehr rätselhaft: selber jagen sie zum Vergnügen und für uns stellen sie es unter Todesstrafe. Aber ich war nicht in Gefahr: erstens habe ich mich immer – na gut, fast immer – unter Kontrolle und zweitens hatte ich ja die ganz lange Leine dabei. Die, mit der ich sogar klettern kann, die mich dann aber doch zurückhält, falls es mit mir durchgeht. Meine Menschen sind anschließend noch in der Schnitzmühle in Viechtach eingekehrt, wohin ich natürlich auch jederzeit mit darf. In Viechtach gibt es übrigens noch genügend andere Einkehrmöglichkeiten (u.a. einen Biobäcker mit Café, eine Eisdiele usw.), aber die haben wir noch nicht getestet.

Infos:

Es fallen keine Eintrittsgelder oder Parkplatzgebühren an.

Mitnehmen sollte man: evtl. Brotzeit, Wasser für Mensch und Hund, Kotbeutel und lange Leine plus Geschirr.

Anfahrt: B85 aus Richtung Kötzting/Rattenberg: Parkplatz “Großer Pfahl” kurz vor Viechtach (vor der Brücke) auf der linken Seite.

Einkehrmöglichkeiten: verschiedene Lokale in Viechtach, unter anderem das Adventure Camp Schnitzmühle mit Gerichten für Fleischliebhaber, Vegetarier, Veganer und Naschkatzen.

 

Waldwipfelweg Maibrunn

Wollt ihr euch mal fühlen wie die ganz Großen, obwohl ihr vielleicht zu den eher kleineren bis mittleren Vertretern unserer Art gehört? Reizt es euch, den Wald zur Abwechslung aus der Vogelperspektive zu erleben, statt immer nur mit der Nase am Boden? Dann kann ich euch den Waldwipfelweg in Maibrunn (im Bayerischen Wald, Nähe St. Englmar) empfehlen.

Da sind wir Vierbeiner sehr gerne gesehen und eure Menschen müssen nicht250409_10152849552049289_2544899435973995501_n mal Eintritt für euch bezahlen.

Achtung: nicht verwechseln mit dem Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald! Dort dürfen nur Menschen rein – warum auch immer.

Auf einem bis zu 30 Meter hohen Holzbohlenweg könnt ihr riechen und sehen, wie der Wald aus der Vogelperspektive ausschaut. Außerdem gibt es eine Hängebrücke – 25 Meter über dem Boden(!). Obwohl ich natürlich schwindelfrei bin, lasse ich mich über die aber von meinen Menschen tragen: das Gitter dort ist nicht mein Fall – zu großmaschig. Alle Zwei- und Vierbeiner, denen ein derart schwankender Untergrund nicht geheuer ist, können auch auf dem normalen Weg bleiben. Der führt unter anderem zu einer Aussichtsplattform, bei der die Menschen immer “Huch, das wackelt aber ganz schön!” und “Schau mal, was für ein Ausblick!” rufen. Manchmal drücken sie auch auf irgendeinen Knopf, dann hört man einen Uhu rufen, oder einen Specht oder so. Keine Ahnung, wie das geht, aber es scheint Spaß zu machen.

Der Spaziergang in luftiger Höhe ist nicht das einzige Erlebnis beim Waldwipfelweg. Wieder angekommen auf dem sicheren Waldboden kann man auf dem Naturerlebnispfad Bekanntschaft mit verschiedenen Tieren (Lamas, Schafen und so) machen. Sehr empfehlenswert, auch wenn leider wieder ein Zaun den ungetrübten Spaß zunichte macht. Die “Sinneshöhlen”, in denen man alles mögliche sehen, hören und sogar riechen kann, gefallen mir auch ganz gut. Kletterwand, Seilgarten, alle möglichen – angeblich lehrreichen – Stationen und der Pfad der optischen Phänomäne sind dagegen wieder eher etwas für große und kleine Zweibeiner. Mit einer Ausnahme: es gibt eine Station, an der man mit Hilfe eines Fells erraten soll, um welches Tier es sich gehandelt hat. Ich kann’s euch sagen: Menschen … ! Ewig starren sie die Teile an, streichen drüber, stammeln irgendwas … und erraten dann – mehr als sie es wissen – maximal den Hasen und das Wildschwein. Unsereins genügt einmal einatmen, und die Sache ist sonnenklar. Aber uns fragt ja keiner. Da heißt es nur “sitz” und “bleib”.

Richtig super ist das Haus, das auf dem Kopf steht: Menschen müssen dort 2,-€ einwerfen, um durch das Drehkreuz und damit in die verschienden Zimmer zu kommen. Kleine und mittlere Hund werden einfach auf den Arm genommen und mit hineingetragen. Ja, was soll ich euch erzählen? Das muss man gesehen haben: plötzlich ist nichts mehr so, wie man es kennt: die Welt steht Kopf! Am besten hat mir dieser Raum gefallen, in dem man die Größenverhältnisse auf den Kopf stellen kann: ich die Statur einer Dogge, mein Mensch zum Kleinkind geschrumpft. Saucool,  sag’ ich euch! Glaubt ihr nicht? Lasst euch überraschen! Es klappt!

Tja, dieses Bild hängt jetzt bei uns daheim an der Pinnwand. Damit die Menschen ab und zu etwas zum Philosophieren haben – die Dinge sind nicht immer, wie sie scheinen.  Andererseits: eigentlich brauchen wir sowas nicht: bei uns weiß eh jeder, dass ich der Größte bin. Na ja, fast jeder – der Kater hat manchmal so seine Zweifel. 10354600_10152852681949289_4160433012520516562_n

Für hungrige Zweibeiner gibt es übrigens noch ein großes Ausflugslokal am Baumwipfelpfad mit einer Terrasse, von der aus man nochmal den Ausblick genießen kann. Wir dürfen natürlich auch mit. Wem es dort aber zu wuselig ist, oder für alle, die Selbstbedienung nicht so toll finden, gibt es in der näheren Umgebung noch zwei sehr gute Lokale, in denen ebenfalls die gesamte zwei- und vierbeinige Familie willkommen ist. Die Links dazu findet ihr unten bei den Infos.

In der Advents- und Weihnachtszeit gibt es auch noch einen sehr schönen Christkindlmarkt auf dem Gelände des Waldwipfelpfades. Der macht nicht nur den Menschen Spaß, sondern auch uns. Aber davon erzähle ich ein anderes Mal.1475946_10152134893014289_1680925182_n

Internet: www.waldwipfelweg.de

Naviadresse: Maibrunn 2a, 94379 Sankt Englmar

Extratipp: Restaurants in der Umgebung:

Im Hotel Gut Schmelmerhof kann man übrigens nicht nur gut essen, sondern auch mit Hund übernachten.

www.gut-schmelmerhof.de

In der Schnitzmühle bei Viechtach gibt es sowohl für Fleischliebhaber als auch für Vegetarier und Veganer eine große Auswahl an leckerem Essen – von Brotzeiten über Hauptgerichte und Menues bis hin zu Kaffee und Kuchen. Auch hier kann man übernachten – im Hotel oder auf dem Campingplatz.

www.schnitzmuehle.com

 

 

 

Wildgarten Furth im Wald

Meine private kleine “Naturoase” ist der Wildgarten in Furth im Wald. Privat deswegen, weil mein Mensch eine Jahreskarte hat (ich muss ja sowieso nichts bezahlen) und daher zu jeder Tages- und Jahreszeit mit mir dort hingehen kann, sodass wir oft ganz alleine dort sind. Wieder so ein Ort, an dem sich die Zweibeiner ein kleines Stück Natur mit viel Geld und Arbeit “erkauft” haben. Wenn sie nicht alles zerstören würden, könnte man das überall haben. Aber ich wiederhole mich. Wer in die Wildnis will, fährt nach Furth im Wald in die Daberger Straße (klar, zu Fuß geht ja eh keiner mehr in die Natur). Dort gibt es einen Parkplatz, von dem aus man nach ungefähr 150 Metern ins Abenteuer starten kann. Ich verrate euch mal meine Lieblingsplätze: also das übergroße “Vogelnest” (müsste mindestens von einem Strauß stammen, so gigantisch ist das) lässt jedes Hundeherz höher schlagen: reinspringen und in Tierhaaren schnüffeln, sich drin wälzen… ein Traum! Ja, ihr habt richtig gelesen, das Nest besteht aus Weidenzweigen und Haaren. Das müsst ihr gesehen haben! Sportliche Typen wie mich reizt es auch immer wieder, auf einer Hängebrücke über den Urwald zu schaukeln. Für Couch-Potatos gibt es übrigens eine fade “Umleitung”. Auf Bohlenwegen geht’s dann durch die Moorlandschaft, in der sogar ein Dino-Gerippe liegt. Als das auch noch gebrüllt hat, bin ich das erste Mal ganz schön erschrocken: Knochen, die brüllen – verrückt. Ich habe beschlossen, die mal lieber nicht zu kosten, obwohl sie schon sehr verlockend aussehen. Aber irgendwas stimmt da nicht: riechen nicht appetitlich und machen dafür Lärm. Also besser Schnauze weg. Dann gibt’s da noch ein “Luftschloss”, von dem aus man eine super Aussicht z.B. auf Rehe und Vögel hat. Auf die letzte Etage führt zwar eine Leiter, und da trau’ selbst ich mich nicht rauf, aber bis ins zweite “Stockwerk” komme ich problemlos, und das reicht auch für einen ungetrübten Rundumblick.

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Das Biotop, in dem alles einfach sich selbst überlassen wird, ist auch toll: überStock und Stein geht’s dort, und überall diese aufregenden Gerüche … An warmen Sommerabenden entspannen wir mit meinem Menschen dann manchmal auf der großen Holzschaukel – fast so chillig wie daheim auf dem Sofa. Nur die Grillplätze haben wir noch nicht ausprobiert. Schade eigentlich. So, ich glaube, ich habe euch genug vorgeschwärmt. Es gibt noch viel mehr in dem kleinen Fleckchen Natur zu entdecken, aber eure Lieblingsplätze müsst ihr selbst finden.

Infos:

Eintrittspreise: 4,-€ für Erwachsene und 3,50€ für Kinder zwischen 6 und 17 Jahren, Hunde sind gratis und – angeleint – willkommen. Jahreskarte: für Erwachsene 12€, für Kinder 6,50€ – lohnt sich also schon dann richtig, wenn man nur jede Jahreszeit ein Mal vorbeischaut.

Im Wildgarten integriert ist noch die Unterwasserbeobachtungsstation, von der aus man heimische Fische in einem Teich beobachten kann. Hunde schwärmen nicht ganz so dafür, weil man sie hochheben muss, damit sie durch die Glasscheiben schauen können. Für Zweibeiner aber sehr interessant. Falls die Kasse nicht besetzt ist, ist es gut, wenn man genügend Münzen eingesteckt hat, um durch das Drehkreuz zu kommen.

Toiletten gibt es weder für Menschen noch Hunde. Alle dringenden Geschäfte also am besten vorher erledigen und für alle Fälle “Sackerln” einpacken.

Im Wildgarten gibt es keine Abfalleimer, ein Rucksack zum “Abtransport” empfiehlt sich also.

Es sind viele urige Sitzgruppen und sogar Grillplätze vorhanden, Essen und Trinken für Zwei- und Vierbeiner muss aber selbst mitgebracht werden.

Link:

www.wildgarten-furth.de

 

Leinenpflicht in Bayern

Mir ist da was Gruseliges zu Ohren gekommen: ich zockel gerade gemütlich über die Wiese und erschnüffel’ den einen oder anderen Bekannten, der heute auch schon hier war, da höre ich “…dass hier die Hunde alle ohne Leine laufen – bei uns in Niedersachen ist das zwischen 1.4. und 15.7. grundsätzlich verboten.” Erst glaubte ich an einen verspäteten Aprilscherz, aber das stimmt tatsächlich! Mir ist gleich ganz heiß und kalt geworden. Über frisch gemähte Sommerwiesen laufen und meinem Ball (ok, ok, auch mal einer alten Krähe) hinterherjagen, in aller Ruhe die Mauslöcher inspizieren, um dann wieder umso schneller zu meinen Menschen aufzuschließen … das alles soll in der schönsten Jahreszeit nicht möglich sein?! Bin ich froh, dass es mich nach Bayern verschlagen hat! Klar ist hier auch nicht alles erlaubt – wir leben ja nicht in einer Anarchie. Ich gehe auch ganz gerne durch Innenstädte an der Leine (ich verlier’ meinen Menschen dann nicht so schnell im Gewusel), aber in der freien Landschaft muss das ja nun wirklich nicht immer sein. Leben und leben lassen heißt da die Devise bei uns, und man ist in Bayern auch der Ansicht, dass ständige Anleinpflicht tierschutzwidrig ist. Genau, und damit das so bleibt, komme ich auch, wenn ich die Pfeife höre, gleich angerast (es sei denn, ich muss vorher noch ganz schnell einen Happen Katzendreck runterschlucken). Ich lasse mich auch problemlos anleinen, wenn ein anderer Hund entgegenkommt. Ist ja auch kein Thema, wenn man weiß, dass man nachher wieder mit den Kumpels ne Runde drehen darf. Leben und leben lassen eben.

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Infos zu Leinenpflicht/Maulkorbzwang in Bayern:

Kleine Hunde (unter 50 cm Schulterhöhe) dürfen sogar in vielen Städten ohne Leine unterwegs sein (wobei sich natürlich immer die Frage stellt, wo das sinnvoll ist). Die Benutzung von Gemeindeeigentum (also auch von öffentlichen Anlagen) wird über die jeweiligen Satzungen geregelt. In Innenstädten, Parkanlagen, auf Volksfesten etc. herrscht oft allgemeine Leinenpflicht, in freier Landschaft hingegen so gut wie nie.

Internet: https://www.freistaat.bayern/dokumente/leistung/5888521793

Golfhunde in Furth im Wald

Sie hat wieder begonnen – die Golfsaison. Boah, wie mich das nervt! Die Kumpels von der Morgenrunde geben jetzt wieder ständig an mit ihren Erlebnissen. Meinen wohl, sie sind was besseres – Clubmitglieder … Herrliche Badeteiche gibt’s da, schwärmt der eine, auf grünen Wiesen hinter fliegenden Bällen herjagen sei ihr Hauptvergnügen, behauptet die andere. Ein echter Gehimtipp wäre der Golfclub Furth im Wald für Mensch und Hund. Ja, sogar in kleinen Elektorautos würden sie über den riesigen Platz (“18 Loch”, was auch immer das heißen mag – jeder drittklassige Acker hat schließlich mehr Mauslöcher) gefahren, und nicht einmal mit der Leinenpflicht würde man es so eng sehen dort. Gibt ja nur Hunde mit allerbesten Manieren in so einem Club, da braucht man sich nicht vor irgendwelchen Schlägertypen fürchten. Man muss ja nicht alles glauben, aber ein Körnchen Wahrheit steckt halt doch in fast jedem Gerücht. Und warum kann ich da nicht hin?! Ich bin äußerst wohlerzogen, sehe (fast) immer aus wie aus dem Ei gepellt und würde nicht mal in die Teiche springen. Mein Mensch wurde auch schon darauf angesprochen, dass das doch was für uns wäre. Genau, habe ich mir gedacht, super! Nix da, irgendwas von “keine Zeit, keine Platzreife, kein Talent” kam dann. Keine Lust soll das wohl heißen! Wir könnten ja wenigstens mal zu einem dieser Schnuppertage gehen. Da wird ja wohl mal ein Sonntag dabei sein, der passt.  Aber nein, ich darf maximal in die Wirtschaft am Voithenberg. Das ist das Restaurant des Golfclubs, in dem auch alle Nicht-Golfer herzlich willkommen sind. Zugegeben, da ist es auch sehr schön: nicht nur die Menschen bekommen offensichtlich sehr gute, selbst gebackene Kuchen und herzhafte Gerichte, sondern auch wir werden herzlich begrüßt und mit Keksen verwöhnt. Auf der Sonnenterrasse zu liegen und über den Golfplatz zu schauen ist auch ganz nett, aber wenn dann Eva in ihrem maßgeschneiderten Ausgehgeschirr über den Rasen stolziert oder Nico quietschvergnügt und patschnass aus dem Tümpel gesprungen kommt, dann vergeht mir die gute Laune. Das bißchen Geld und Zeit könnte ich meinen Menschen schon wert sein, oder?! Ich wäre ein erstklassiger Golfclubhund. Vielleicht kapieren sie das ja doch noch irgendwann mal.

 

Infos:

Internet: www.gc-furth.de

Naviadresse: Voithenberg 3, 93437 Furth im Wald
Wirtschaft am Voithenberg: www.gc-furth.de/de/golfclub/restaurant/

Wanderung auf den Hirschenstein

Der Hirschenstein im Bayerischen Wald ist eines unserer Lieblingsziele. (Wobei ich bei den Menschen den Verdacht habe, dass neben dem Ausblick vom Gipfel v.a. die Einkehr am Schluss das Highlight ist.) Für uns Hunde bietet die Wanderung so einiges: gleich zu Beginn ein kleines Bächlein als Erfrischung, anschließend eine große Weide mit Schafen und Damwild, unterwegs viele interessante Fährten und Bekanntschaften …

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Aber der Reihe nach: wir starten unsere Tour in Rettenbach (nahe St. Englmar, nicht Rettenbach im Landkreis Cham) auf dem Wanderparkplatz neben dem Hotel Gut Schmelmerhof. Unterhalb des Hotels beginnt der Pfad auf den 1092 Meter hohen Hirschenstein. Ich bin ja der Ansicht, Wasser ist für Enten und ähnlich niederes Getier der richtige Aufenthalstort und ignoriere das kleine Bächlein neben dem Weg. Die meisten meiner Kumpel dagegen genießen die Erfrischung in vollen Zügen. Werde ich nie verstehen. Die – gut umzäunte – Weide mit Schafen und Damwild ist für uns alle ein Hingucker, klar. Wir haben den Zaun schon mehrmals ganz genau inspiziert (da muss es doch wenigstens ein terriergroßes Loch geben?!), aber leider: Fehlanzeige.

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Am Waldrand werden wir dann auch noch angeleint: da steht so ein Schild, sagen die Menschen. Zum Glück ist die Schleppleine lang genug, sodass man jede Spur ausgiebig verfolgen kann, aber mal so zum Spaß einen Hasen hetzen ist natürlich wieder nicht. Nervig. Immerhin sind wir nur auf abwechslungsreichen Waldwegen unterwegs, auf denen es genug zu sehen und schnüffeln gibt und nicht auf stinklangweiligen Forstraßen. Da sind sich meine Menschen und ich einig: “Waldautobahnen” nur, wenn’s unbedingt sein muss. Nach ca. 1-1,5 Stunden Aufstieg sind wir am Gipfel. Meine Menschen meckern schon wieder, weil es diesig ist. Bei schönem Wetter hat man hier einen weiten Ausblick über den Bayerischen Wald und sieht sogar die Alpenkette am Horizont, jammern sie. Mir egal. Bei feuchter Witterung riecht alles nur noch intensiver. 🙂

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Den Abstieg könnte man als Rundweg gestalten – ohne Hund sicher eine gute Idee. Wir gehen aber immer den gleichen Weg zurück. Auf der Alternativroute gibt es nämlich einen sehr großen Hofhund. Der ist der Ansicht, dass nicht nur der Hof, sondern auch der angrenzende Weg ihm und nur ihm gehört und patroulliert im Stechschritt auf und ab. Eine Begegnung mit diesem unangenehmen Zeitgenossen hat uns allen gereicht. Wir konnten zwar durch einen äußerst devoten – und vor allem rechtzeitigen – Rückzug unser Fell retten, aber auf ein nochmaliges Zusammentreffen ist keiner von uns scharf. Wir sind der Meinung: der Klügere gibt nach. Außerdem sind die Aussicht auf frisches Wasser (vielleicht benetze ich an einem heißen Tag ja doch mal meine Zungenspitze?) und Wildgehege keine schlechte Alternative.

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Die Menschen treibt die Vorfreude auf ein gutes bayerisches Mittagessen oder eine leckere Torte an. Bei mir heißt es immer “der hat ja nur eins im Kopf, so dermaßen verfressen wie der ist…” dabei sind sie keinen Deut besser. Den ganzen Abstieg überlegen sie schon, ob sie es rechtzeitig zu ihrem reservierten Tisch schaffen werden, ob man wohl draußen sitzen kann, was man essen wird und ob man sich noch einen Kuchen für daheim mitnimmt. Immerhin ist man hier auch als Hund gern gesehen: auf der Sonnenterrasse überall, im Restaurant in der “Floriansstube”. Eine kleine Brotzeit für mich ist auch eingepackt und so rolle ich mich einigermaßen satt (pappsatt bin ich nie) unter dem Tisch zusammen.

Extratipp: wer die Tour am Donnerstag plant, kann nachmittags noch frisches Brot aus dem Holzofen mitnehmen.

Naviadresse: Rettenbach 24, 94379 St. Englmar

Internet: http://www.gut-schmelmerhof.de

 

 

 

 

 

Nationalpark Bayerischer Wald Tierfreigelände

20160403-_MG_3139Dieses Wochenende gab’s einen Ausflug ganz nach meinem Geschmack: irgendwie eine Mischung aus Wald und Zoo. Im Wald sind wir ja oft und im Zoo waren wir auch schon, aber ein Wald, in dem es immer wieder Tiere aus nächster Nähe zu sehen gibt – gigantisch, so was, sag ich euch. Tierfreigelände im Nationalpark Bayerischer Wald – ein sperriger Name, für eine komische Idee  – Menschen …  Da gibt es umzäunte Reviere für die Tiere, die sowieso im Wald wohnen würden. Der Wald wiederum steht unter ganz besonderem Schutz. “Natur Natur sein lassen” nennen die Menschen es, wenn sie wenigstens einen Teil des größten zusammenhängenden Waldgebiets Mitteleuropas in Ruhe lassen. Wenn es nach uns Vierbeinern ginge, müsste man sich die Natur nicht im “Museum” anschauen. Apropos Museum: anders als dort kostet der Eintritt in das Freigehe nichts. Dafür muss man für den Parkplatz bezahlen. Aber zurück zu den Tieren: an den spannendsten Stellen hieß es natürlich wieder “wir müssen draußen bleiben”. Extra “Hundeumleitungen” sind dort angelegt, damit auch wir den Rundweg gehen können, ohne z.B direkt bei den Wildschweinen oder dem Rotwild vorbeizuschauen. Dabei hatte ich sie schon so deutlich in der Nase! Wie gern hätte ich sie durch ihr Minirevier gejagt – keine Chance hätten sie gehabt! Auch bei den Wildkatzen habe ich nur meine Menschen “schau, wie süß, die haben Welpen!” rufen hören, ohne dass ich den Kleinen den nötigen Respekt vor einem Terrier beibringen konnte.

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Beim Waschbären war das etwas anderes: ich habe ihn genau beobachtet. Aber leider schien er zu wissen, dass ein Gitter uns trennt und hat mir völlig unbeeindruckt die Kehrseite gezeigt. Alles in allem war es aber ein toller Ausflug – kann ich euch nur empfehlen. Auf sehr abwechslungsreichen Waldwegen sind wir 10 km (haben die Zweibeiner am Schluss stolz verkündet – als ob das auch eine Leistung wäre) durch den Urwald gewandert. Gestartet sind wir übrigens beim Nationalparkzentrum Lusen bei Neuschönau. Von dort aus könnte man – neben unzähligen Wanderungen – noch einige andere Sachen anschauen, aber nicht überall sind wir gerne gesehen. Der Baumwipfelpfad z.B. ist für uns tabu. Zum Glück gibt es da aber eine Alternative in St. Engelmar, aber das erzähle ich euch ein anderes Mal. Nachdem wir extremes Glück mit dem Wetter hatten, wollten die Menschen den Frühlingstag unbedingt mit einem Eis ausklingen lassen. Hundeeis gibt es ja in unserer Gegend leider nirgends, drum bekomme ich  meins – selbst gemacht und nur für mich – immer erst zu Hause. Sehr lecker, sage ich euch! Die Menschen waren ähnlich begeistert von ihren Bechern im Eiscafé Venezia in Regen. “Alles frisch gemacht vom Italiener – das schmeckt man einfach”, haben sie geschwärmt. Frisch gemacht von meinen Menschen ist mir lieber. Ich habe mir nach dem langen Tag auf der Terrasse die Frühlingssonne auf den Pelz brennen lassen und von meinem tiefgefrorenen, gefüllten Kong geträumt.

Noch ein paar praktische Tipps zum Schluss:

Für Menschen gibt es auf dem Rundweg zwischen den Gehegen immer wieder WCs. Hundetoiletten gibt es aber nicht. Zudem gibt es im gesamten Nationalpark keine Mülleimer. Es empfiehlt sich also, Hundekotbeutel und geruchsdichte Behältnisse mitzunehmen. Auch eine Brotzeit im Rucksack ist keine schlechte Idee: am Parkplatz gibt es zwar ein Bistro, aber unterwegs ist man Selbstversorger. Wasser für Mensch und Hund sollte – vor allem an warmen Tagen – auch nicht fehlen. Vor begehbaren Volieren können Hunde zum Teil angebunden werden, bei größeren Gehegen gibt es Hundeumleitungen, sodass derjenige, der mit dem Vierbeiner unterwegs ist, problemlos wieder auf den Rest der Gruppe trifft. Hunde sind gerne gesehen, müssen aber selbstverständlich angleint sein. Eine lange Leine mit Geschirr ist hier ideal (es sind nicht kurze Leinen, wie in den meisten Zoos vorgeschrieben).

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Naviadressen:

Nationalparkzentrum Lusen, Böhmstraße 39, 94556 Neuschönau

Eiscafe Venezia, Am Kurpark, bzw. Auwiesenweg 15, 94209 Regen

Internet:

http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/einrichtungen/npz_lusen/index.htm