Naturdenkmal Großer Pfahl

Im Sommer fahre ich normalerweise 20160523-_MG_3793ein paar Tage mit meinen Menschen ins Hochgebirge. Da ist es dann nicht so schwül wie daheim, und ich habe den ganzen Tag lang Lust zu wandern und zu klettern. Und das Beste: die Menschen haben auch den ganzen Tag Zeit für solche Sachen.

Ich freu’ mich jetzt schon wieder drauf. Um die Vorfreude noch mehr zu genießen, haben wir kürzlich einen Ausflug zum “Großen Pfahl” bei Viechtach gemacht. Das weiße Quarzgestein ist zwar nur 30 Meter hoch, aber man kann sich trotzdem sehr gut vorstellen, dass die Gipfel der Alpen vor einem aufragen und ein bißchen vom Sommerurlaub träumen. Das kleine Gebirge lässt sich in kürzester Zeit auf verschienen Wegen erkunden. Die 1 km lange Tour ist natürlich zu kurz für einen Wanderer wie mich, 2,6 km klingt zwar schon besser, aber ist auch nicht wirklich mehr als eine Gassirunde. Wir haben das Ganze etwas verlängert und sind den großen Rundweg (2,6 km) gegangen und haben dann noch einen weiteren Weg (Nr. 9) drangehängt. Das waren insgesamt ca. 5 km, ist aber natürlich auch ein Klacks für mich. Ich habe zwischendurch noch die eine oder andere Kletterpartie auf den Felsen unternommen. Kann ich euch übrigens nur wärmstens empfehlen: viele Wanderer nehmen sich eine Brotzeit mit und genießen sie auf den Mini-Gipfeln des Pfahl.

20160523-_MG_3796Wer also nur etwas seine Nase anstrengt , findet dort überall Wurstreste, Brotkrümel und andere leckere Dinge. Dabei solltet ihr es aber auch belassen und euch die Hasenjagd verkneifen. Meine Menschen haben ein Schild im Wald entdeckt und laut vorgelesen, dass der Jäger in diesem Gebiet wildernde Hunde sogar erschießt! Die Menschen sind schon sehr rätselhaft: selber jagen sie zum Vergnügen und für uns stellen sie es unter Todesstrafe. Aber ich war nicht in Gefahr: erstens habe ich mich immer – na gut, fast immer – unter Kontrolle und zweitens hatte ich ja die ganz lange Leine dabei. Die, mit der ich sogar klettern kann, die mich dann aber doch zurückhält, falls es mit mir durchgeht. Meine Menschen sind anschließend noch in der Schnitzmühle in Viechtach eingekehrt, wohin ich natürlich auch jederzeit mit darf. In Viechtach gibt es übrigens noch genügend andere Einkehrmöglichkeiten (u.a. einen Biobäcker mit Café, eine Eisdiele usw.), aber die haben wir noch nicht getestet.

Infos:

Es fallen keine Eintrittsgelder oder Parkplatzgebühren an.

Mitnehmen sollte man: evtl. Brotzeit, Wasser für Mensch und Hund, Kotbeutel und lange Leine plus Geschirr.

Anfahrt: B85 aus Richtung Kötzting/Rattenberg: Parkplatz “Großer Pfahl” kurz vor Viechtach (vor der Brücke) auf der linken Seite.

Einkehrmöglichkeiten: verschiedene Lokale in Viechtach, unter anderem das Adventure Camp Schnitzmühle mit Gerichten für Fleischliebhaber, Vegetarier, Veganer und Naschkatzen.