Mit dem Hund in die gute alte Zeit: Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen

Zum “Tag der alten Haustierrassen” wollten meine Menschen. Keine Ahnung, was das schon wieder ist, aber “Tiere” klingt immer spannend für mich, und natürlich war ich mit von der Partie. Kaum raus aus dem Auto kam dann die Enttäuschung: kein einziges Tier – nichtmal ein kleines Mäuschen. Gut, ich verstehe ja öfter mal was falsch, wenn die Menschen so viel reden, aber seltsam war, dass meine Menschen auch verwirrt waren. Wir waren in einem riesigen Gebäude (ich hab’ was von “Museum” gehört und “uralter Bauernhof”). Es kamen dann auch viele “oh’s” und “ah’s von den Zweibeinern, als sie die alten Zimmer und Gegenstände bestaunt haben, aber sie haben ständig die Tiere und noch mehr Häuser gesucht. Ich durfte zwar überall mit (was schon mal wirklich toll ist, weil “Museum” heißt normalerweise ja, dass ich nicht rein darf), aber es war halt schon etwas fad. Wieder draußen im Hof hab’ ich dann einen netten Labbi getroffen, und meine Menschen haben seinen Menschen gefragt, warum in dem Freilichtmuseum nix los wäre. Der Typ hat sie ausgelacht (Frechheit) und gemeint, sie wären im Bauernmuseum. Das Freilichtmuseum sei im Nachbarort. Immerhin hatte er recht. Wir waren ganz schnell dort, und es hat mir sehr sehr gut gefallen. Lauter alte Häuser, die äußerst interessant riechen (ganze Geschichten erzählen diese Düfte), ganz viele Tiere und diverse Köstlichkeiten von Ziegenmist über Fallobst bis hin zu Essensresten, die dem einen oder anderen ungeschickten Zweibeiner aus der Hand fallen. Krümel von dem frischen Brot zum Beispiel, das in den riesigen Öfen gebacken wurde. Außerdem ist das eine ziemlich coole Gassirunde dort. Vorbei an herrlichen Wiesen mit Obstbäumen, und Teichen mit allerlei Federvieh drauf. Kein Wunder, dass da auch viele nette Hunde unterwegs waren. Aber das allerbeste war, dass ich “Bodi”, einen Ratonero Bodeguero Andaluz aus Villa Martin getroffen habe! Man stelle sich vor: mitten in Bayern ein Wiedersehen mit einem Hund meiner Rasse, der aus dem gleichen Tierheim in Spanien stammt, wie ich! Das war was! Natürlich haben die Menschen gleich ganz viele Fotos gemacht. Ach ja, fast hätte ich es vergessen: wir Terrier sind ja Sportskanonen und mit meinem Menschen gehe ich überall hin – da ist die steilste Holztreppe (eigentlich schon fast eine Leiter) auch kein ernstzunehmendes Hindernis. Aber für viele Hunde sind diese alten Stiegen sicher ein Hindernis. Jedenfalls habe ich vor einigen Häusern Menschen mit weniger athletischen Vierbeinern warten sehen. Nur so als Warnung: ihr dürft überall mit, aber das ist nix für Schwächlinge und Angsthasen. Von dem ganzen Klettern und Laufen habe ich auch ordentlich Durst bekommen. Das ist bei mir zwar selten, aber es war anstrengend und heiß. Selten so gepflegt getrunken, muss ich sagen: Aus so einem komischen Ding, was irgendwie aussah wie eine Kuh (aber nicht so gerochen hat), hat mein Mensch mir Wasser rausgeholt. Hat irgendwas von “schau her, wie gut ich melken kann” erzählt. Komische Aktion, aber irgendwie auch lustig. Später dann hat mir ein kleiner Junge an einem Brunnen frisches Wasser gepumpt. Auch nicht übel. War ein wirklich schöner Tag mit ganz vielen Eindrücken. Ich hoffe mal, wir waren da nicht zum letzten Mal.

Bauernmuseum Perschen mit Hund – Infos und Tipps:

Das Bauernmuseum ist in einem alten Dreiseithof untergebracht. Während der Museumssaison ist Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen von 09:00 – 18:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.Gratis Parkplätze gibt es direkt am Eingang.

Naviadresse: Bauernmuseum Perschen – “Edelmannshof”
Perschener Straße 13
92507 Nabburg

Oberpfälzer Freilandmuseum mit Hund – Infos und Tipps:

Im Oberpfälzer Freilandmuseum sind Hunde erlaubt. Sie sind allerdings an kurzer Leine zu führen, Kotbeutel zum Aufnehmen der Hinterlassenschaften sind natürlich obligatorisch und in den Museumsladen dürfen die Vierbeiner nicht. Gratis Parkplätze gibt es direkt vor dem Eingang. Wer – gerade mit Hund – die etwas ruhigere Zeit ausnützen möchte, kommt gleich am Vormittag. Pünktlich zur Kaffeezeit ist deutlich mehr los. Allerdings ist das Museum sehr groß – der Rundweg ist kilometerlang – sodass eine ausgiebige und entspannte Hunderunde möglich ist. Nur an den Attraktionen kann es etwas voller werden. Im Museum kann man Brotzeit machen, Kaffee und Kuchen genießen und am Sonntag frisches Brot kaufen. Am Mittwoch ist Bauernmarkt. Außerdem gibt es diverse andere Veranstaltungen (wie den erwähnten Tag der alten Haustierrassen), die man auf der Internetseite findet.

Das Museum ist in der Saison ganztägig -außer Montag(!) – geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten findet man auf der Internetseite. Erwachsene zahlen 5,50€, es gibt diverse Ermäßigungen und der HUnd durfte umsonst mit.

Naviadresse: Neusath 200, 92507 Nabburg 

 

 

 

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