… und was landet bei euch so im Napf?

Ein Winter ist das wieder… alles grau in grau. Kein Schnee, keine Sonne, nur Regen und Nebel. Das nervt!! Da denke ich am lebsten an ein gemütliches Nickerchen und ein leckeres Essen. Mich würde übrigens mal interessieren, was bei euch so in den Napf kommt. Ich hab’ ja schon so ziemlich alles durchprobiert: Dosenfutter (leeecker, aber der Durchfall, den ich davon krieg’, nervt), Trockenfutter (auch nicht übel, aber das inhaliere ich ja mit einem Nasenloch), Menschenfutter (absolute Sahne, bekomme ich aber – genau wie Katzenfutter – nur in Minimengen an hohen Fest- und Feiertagen), BARF (Rohkost für Hunde – nicht übel) und extra für mich Gekochtes (auch was Feines – gibt’s vor allem dann, wenn ich mir mal wieder den Magen etwas verrenkt habe). Nachdem ich vor Jahren mal ziemlich krank war, haben sich meine Menschen viele Gedanken um meine Ernährung gemacht. Das ist mir alles zu hoch. Hauptsache es schmeckt, ich werde einigermaßen satt (pappsatt bin ich nie – “a bißl was geht immer”, sagen wir in Bayern) und ich muss nachts nicht wegen dringender Geschäfte raus. So, wenn ihr euch näher für das Thema interessiert, dann könnt ihr ja mal lesen, was mein Mensch dazu zu sagen hat. Ich halte jetzt mein Verdauungsschläfchen.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Futtermittel für Hunde im Überblick:

Trockenfutter ist am einfachsten zu handhaben. Man kann es überall hin mitnehmen, es verdirbt auch dann nicht, wenn es im Sommer stundenlang im Napf bleibt, man kann es problemlos lagern und portionieren, und der Bereich um die Hundeschüssel herum bleibt sauber. Andererseits ist es die Futtersorte, die am stärksten verarbeitet ist. Das heißt, viele Inhaltsstoffe müssen nachträglich zugefügt werden, da sie im Herstellungsprozess verloren gehen, und wir können nur sehr schwer feststellen, was genau im Futter enthalten ist (hier sind nicht die analytischen Bestandteile gemeint, sondern Herkunft des Fleisches etc.). Trockenfutter enthält außerdem oft einen zu hohen Anteil an Kohlenhydraten und – bei minderwertigen Produkten – billige und ungesunde Bestandteile wie “Bäckereierzeugnisse”, Farbstoffe etc. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass Trockenfutter häufig von Futtermilben befallen ist, was bei vielen Hunden Allergien auslöst. Für Hunde mit großem Appetit ist Trockenfutter sicher auch bezüglich der angebotenen Menge eine Enttäuschung – im Vergleich zu den anderen Alternativen bleibt hier der Napf ziemlich leer. Bei Vierbeinern, die wenig Durst haben, besteht zudem die Gefahr, dass zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird, da diese den Kroketten entzogen wurde. Wer sich für Trockenfutter entscheidet, sollte auf gute Qualität achten, die Vorräte kühl und trocken lagern und ggf. Wasser zufügen.

Nassfutter aus der Dose ist bei den meisten Hunden beliebter als Trockenfutter, es kommt mehr in den Napf als bei das bei Kroketten der Fall ist, und die Flüssigkeitszufuhr stimmt auch. Die Dosen halten lange und sind auch im Urlaub relativ leicht zu handhaben. Nachteilig ist sicher die “Schlepperei” beim Einkaufen, die großen Abfallmengen und – bei hochwertigem Nassfutter – der Preis. Viele Hund, die Trockenfutter, selbst Gekochtes oder BARF problemlos vertragen, bekommen außerdem bei reiner “Dosenkost” Durchfall, was wahrscheinlich am Verarbeitungsprozess liegt. Auch bei dieser Fütterungsform gilt es, auf hohe Qualität zu achten. Sollte sich einmal ein Dosendeckel nach oben wölben, ist man auf der sicheren Seite, wenn man die Dose sofort entsorgt, da das Futter mit großer Wahrscheinlichkeit verdorben ist.

BARF (“Biologisch Artgerechte Fütterung”) und selbst Gekochtes: Biofleisch und Gemüse nur aus dem eigenen Garten oder Angebote vom Discounter – wir haben in der Hand, was unser Hund frisst und wissen ganz genau was im Napf landet. Damit der Vierbeiner aber nicht über- oder unterversorgt ist, sollte man sich gut informieren, was für den eigenen Hund (abhängig u.a. von Alter, Aktivität, Erkrankungen…) gut ist. Dazu gibt es einige sehr informative Ratgeber, im Internet findet man Seminare und Ernährungsberater, die einem einen Plan erstellen bzw. Rezepte geben. BARF ist frisch – das ist ein großer Vor- aber auch ein Nachteil. Man kann den Napf nicht einfach stehen lassen, und das Futter muss täglich zubereitet werden.  Im Urlaub kann die Lagerung von Fleisch und Gemüse zum Problem werden. Allerdings gibt es mittlerweile mit getrocknetem Fleisch und Gemüseflocken eine gute Alternative für unterwegs. BARFen oder selber kochen ist die ideale Fütterungsform für alle, die der Futtermittelindustrie nicht wirklich trauen und die sich gerne näher mit der Ernährung ihrer Vierbeiner auseinandersetzen. Wer einen Allergiker oder einen Hund mit Magen-Darmerkrankungen hat, kann mit dieser Ernährungsform auch die Lösung vieler Probleme finden. Weniger optimal ist “selber machen”, wenn man viel unterwegs ist, für sich selbst auch nur selten kocht oder wenn man sich vor frischem Fleisch ekelt.

Natürlich kann man – zumindest bei gesunden Hunden – auch “mischen” und muss z.B. nicht sklavisch “BARFen”. Nassfutter morgens, wenn es schnell gehen muss, abends selbst Zubereitetes und als Belohnung ein paar Kroketten – das kann praktisch und abwechslungsreich sein. Allerdings sollte man immer auf zwei Dinge achten: hohe Qualität (v.a. beim Fertigfutter) und: die Gesamtfuttermenge so anpassen, dass der Vierbeiner weder “aus dem Leim geht”, noch abnimmt.

Das Tiernaturheilkundezentrum von Nils Steenbuck bietet seriöse Beratung rund um’s richtige Füttern. Von Noah getestet und wärmstens empfohlen.