Eine Hunderunde im Bayerwald Tierpark Lohberg

In Lohberg gibt’s einen Tierpark nur mit Tieren aus Bayern. Den haben wir uns kürzlich ganz genau angeschaut. Ich muss sagen: mir hat’s gefallen. Meine Menschen haben zwar irgendwas von “nicht allzu groß” und “modernisieren” erzählt, aber die haben ja immer was zu meckern. Ich fand schon mal die Vorstellung toll, dass ich jeden, den ich da so riechen und sehen konnte, auch wirklich im Wald treffen könnte. Einerseits total verlockend: Kaninchen, Mäuse, allerlei Federvieh…andererseits auch etwas gruselig – ob Wolf und Luchs wohl auch noch so entspannt wären, wenn kein Zaun zwischen und wäre? Dann gab’s da noch solche riesen Viecher – “Elch” und “Hirsch” hörte ich meine Menschen sagen. Die haben zwar schon irgendwie appetitlich nach Reh geduftet, aber diese Größe – schon etwas unheimlich. Ich weiß nicht, ob ich die auf meiner abendlichen Gassirunde treffen möchte. Ganz fasziniert waren wir alle von den Wildkatzen. Hey, die schauen haargenau wie mein Kumpel Bruno aus! Aber ganz ehrlich: im Bett kuscheln möchte ich mit denen nicht. Bruno ist ja sehr auf sein Äußeres bedacht, putzt sich (und manchmal auch mich) entsprechend häufig und duftet hervorragend nach Moos und Gras. Aber diese Stinker da im Tierpark – nicht auszuhalten. Ob das an dem kleinen Revier liegt, in dem die leben? Also ich meine, dass einfach nicht genug Platz ist, für die Hinterlassenschaften? Oder sind das so wilde Kerle, dass sie jede Form der Körperhygiene ablehnen? Wie gesagt: war nett, sie kennengelernt zu haben, aber Haus und Garten möchte ich mit denen nicht teilen. Einen tollen Kinderspielplatz gab’s auch auf dem Gelände. Mein Lieblingsmensch hat schon wieder gejammert, dass sie da nicht mit mir auf die Nestschaukel kann, weil sie halt nun beim besten Willen nicht mehr als Kind durchgeht. Ich sag’s euch, wenn man die lässt, bin ich vor nix sicher: rutschen, schaukeln, auf Wackelbrettern balancieren…Na, den Kindern hat’s gefallen, und ich hatte meine Ruhe. Auch nicht schlecht. Der Rundweg war damit auch schon wieder erledigt. Hat echt nicht allzu lang gedauert. Ich hab’ was von eineinhalb Stunden gehört. Jedenfalls wollten wir uns noch etwas bewegen und Hunger hatten wir auch. Wir sind also zum Arber gefahren und haben Paula (ihr wisst schon, die vierbeinige Chefin vom Sonnenfels) besucht. Wie man dort hinkommt, habe ich euch in meinem Bericht von der Arberwanderung erzählt. Diesmal gab’s jedenfalls Schnitzel und Kaiserschmarrn. Die Menschen haben gejammert, dass das Finanzamt auch wieder dabei wäre, als sie mir von ihrem Fleisch etwas abgeschnitten haben. Hab’s dann genüsslich auf dem Rückweg verzehrt – das Finanzamt (wer auch immer das ist) hat’s jedenfalls nicht bekommen.

Bayerwald Tierpark Lohberg mit Hund – Infos und Tipps:

Der Tierpark Lohberg hat täglich und ganzjährig geöffnet. Hunde sind angeleint erlaubt und kosten 2€. Am Infoschalter gibt es Kotbeutel, falls man die eigenen daheim vergessen haben sollte. Direkt am Eingang stehen kostenfreie Parkplätze zur Verfügung. Im Tierpark befindet sich auch ein Kiosk mit Erfrischungen.

Naviadresse: BAYERWALD-TIERPARK LOHBERG SCHWARZENBACHERSTR. 1A 93470 LOHBERG
TELEFON: 09943 / 8145

Zum Arber fährt man vom Tierpark aus ca. 20 Minuten. Vom Parkplatz am Rotkreuzhang (gebührenpflichtig, 3€) geht man bis zum Berghaus Sonnenfels ebenfalls ca. 20 Minuten. In dem urigen Berggasthof sind Hunde willkommen und werden oft von Dackeldame Paula persönlich begrüßt. Die Internetseite ist zwar nicht auf dem neuesten Stand, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen: das Essen ist superlecker und hausgemacht.

 

 

Mit dem Hund im Tierfreigelände Nationalpark Bayerischer Wald

20160403-_MG_3139Dieses Wochenende gab’s einen Ausflug ganz nach meinem Geschmack: irgendwie eine Mischung aus Wald und Zoo. Im Wald sind wir ja oft und im Zoo waren wir auch schon, aber ein Wald, in dem es immer wieder Tiere aus nächster Nähe zu sehen gibt – gigantisch, so was, sag ich euch. Tierfreigelände im Nationalpark Bayerischer Wald – ein sperriger Name, für eine komische Idee  – Menschen …  Da gibt es umzäunte Reviere für die Tiere, die sowieso im Wald wohnen würden. Der Wald wiederum steht unter ganz besonderem Schutz. “Natur Natur sein lassen” nennen die Menschen es, wenn sie wenigstens einen Teil des größten zusammenhängenden Waldgebiets Mitteleuropas in Ruhe lassen. Wenn es nach uns Vierbeinern ginge, müsste man sich die Natur nicht im “Museum” anschauen. Apropos Museum: anders als dort kostet der Eintritt in das Freigehe nichts. Dafür muss man für den Parkplatz bezahlen. Aber zurück zu den Tieren: an den spannendsten Stellen hieß es natürlich wieder “wir müssen draußen bleiben”. Extra “Hundeumleitungen” sind dort angelegt, damit auch wir den Rundweg gehen können, ohne z.B direkt bei den Wildschweinen oder dem Rotwild vorbeizuschauen. Dabei hatte ich sie schon so deutlich in der Nase! Wie gern hätte ich sie durch ihr Minirevier gejagt – keine Chance hätten sie gehabt! Auch bei den Wildkatzen habe ich nur meine Menschen “schau, wie süß, die haben Welpen!” rufen hören, ohne dass ich den Kleinen den nötigen Respekt vor einem Terrier beibringen konnte.

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Beim Waschbären war das etwas anderes: ich habe ihn genau beobachtet. Aber leider schien er zu wissen, dass ein Gitter uns trennt und hat mir völlig unbeeindruckt die Kehrseite gezeigt. Alles in allem war es aber ein toller Ausflug – kann ich euch nur empfehlen. Auf sehr abwechslungsreichen Waldwegen sind wir 10 km (haben die Zweibeiner am Schluss stolz verkündet – als ob das auch eine Leistung wäre) durch den Urwald gewandert. Gestartet sind wir übrigens beim Nationalparkzentrum Lusen bei Neuschönau. Von dort aus könnte man – neben unzähligen Wanderungen – noch einige andere Sachen anschauen, aber nicht überall sind wir gerne gesehen. Der Baumwipfelpfad z.B. ist für uns tabu. Zum Glück gibt es da aber eine Alternative in St. Engelmar, aber das erzähle ich euch ein anderes Mal. Nachdem wir extremes Glück mit dem Wetter hatten, wollten die Menschen den Frühlingstag unbedingt mit einem Eis ausklingen lassen. Hundeeis gibt es ja in unserer Gegend leider nirgends, drum bekomme ich  meins – selbst gemacht und nur für mich – immer erst zu Hause. Sehr lecker, sage ich euch! Die Menschen waren ähnlich begeistert von ihren Bechern im Eiscafé Venezia in Regen. “Alles frisch gemacht vom Italiener – das schmeckt man einfach”, haben sie geschwärmt. Frisch gemacht von meinen Menschen ist mir lieber. Ich habe mir nach dem langen Tag auf der Terrasse die Frühlingssonne auf den Pelz brennen lassen und von meinem tiefgefrorenen, gefüllten Kong geträumt.

Nationalpark Bayerischer Wald mit Hund – Infos und links:

Für Menschen gibt es auf dem Rundweg zwischen den Gehegen immer wieder WCs. Hundetoiletten gibt es aber nicht. Zudem gibt es im gesamten Nationalpark keine Mülleimer. Es empfiehlt sich also, Hundekotbeutel und geruchsdichte Behältnisse mitzunehmen. Auch eine Brotzeit im Rucksack ist keine schlechte Idee: am Parkplatz gibt es zwar ein Bistro, aber unterwegs ist man Selbstversorger. Wasser für Mensch und Hund sollte – vor allem an warmen Tagen – auch nicht fehlen. Vor begehbaren Volieren können Hunde zum Teil angebunden werden, bei größeren Gehegen gibt es Hundeumleitungen, sodass derjenige, der mit dem Vierbeiner unterwegs ist, problemlos wieder auf den Rest der Gruppe trifft. Hunde sind gerne gesehen, müssen aber selbstverständlich angleint sein. Eine lange Leine mit Geschirr ist hier ideal (es sind nicht kurze Leinen, wie in den meisten Zoos vorgeschrieben).

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Naviadressen:

Nationalparkzentrum Lusen, Böhmstraße 39, 94556 Neuschönau

Eiscafe Venezia, Am Kurpark, bzw. Auwiesenweg 15, 94209 Regen

Internet:

http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/einrichtungen/npz_lusen/index.htm